von arttv, 05.09.2022
Festival Kammermusik Bodensee | Paul Juon

Ein Bündner Komponist aus Moskau. Spät geboren, früh vergessen, neu entdeckt.
Der rote Faden des 5. Festivals Kammermusik Bodensee bildete der Komponist Paul Juon. Mehrere seiner Werke wurden gespielt und traten in Dialog mit Werken von Mozart, Saint Saëns, Glinka und Schönberg. Eine Wanderausstellung zeigte die aussergewöhnliche Lebensgeschichte und seinen musikalischen Werdegang auf. Paul Juon war ein Wanderer zwischen den Welten.
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30 Jahre Berlin
Seine Lebensmitte verbrachte Paul Juon in Berlin, wo er seine Blütezeit als Komponist, Musiktheoretiker und Musikpädagoge erlebte. Hier nahm er auch an avantgardistischen Musikströmungen teil. Sein Bestes entstand zweifelsohne auf dem Gebiet der Kammermusik. Obwohl er ein fast hundert Opuszahlen umfassendes Werk hinterliess und zu seiner Zeit in ganz Europa häufig aufgeführt wurde, steht die umfassende Würdigung seines Schaffens immer noch aus. In Moskau, von schweizerischen Eltern geboren, stand seine musikalische Entwicklung unter dem Einfluss von Tschaikowsky, dessen Biografie «Das Leben Peter Iljitsch Tschaikowsky’s» er ins Deutsche übersetzte. Seinen Lebensabend verbrachte er in Vevey, wo er sich ausschliesslich der Komposition widmete.
Festival Kammermusik Bodensee
Im Rahmen dieses Festivals soll einem breiten Publikum die Kammermusik in all ihren Facetten nähergebracht werden.Dazu gehören neue Wege der Musikvermittlung, der Austausch zwischen Künstler:innen und Publikum, die Förderung des musikalischen Nachwuchses und die Erteilung von Kompositionsaufträgen mit Schwerpunkt auf Schweizer Komponisten. Veranstalter des Festivals ist der «Förderkreis Kammermusik Schweiz».
Hier gehts zum Beitrag «Frisches aus die Ohren» unserer Autorin Barbara Camenzind.

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