von Michael Lünstroth・Redaktionsleiter, 19.03.2020
Markus Landert führt durch neue Ausstellung

Premiere bei #deinebühne: Die erste Ausgabe unserer Solidaritäts-Aktion kommt aus dem Kunstmuseum Thurgau. Wir zeigen im Livestream eine bislang ungesehene Ausstellung.
Eigentlich sollte die Ausstellung „Pinsel, Pixel und Pailletten – Neue Malerei“ am Sonntag, 22. März, im Kunstmuseum Thurgau eröffnen. Wegen des Corona-Virus wurde daraus nichts. Jetzt eröffnen wir sie im Rahmen unserer neuen Solidaritätsaktion #deinebühne digital im Livestream. „Wir freuen uns sehr, dass wir die Ausstellung nun wenigstens digital eröffnen können“, sagte Museumsdirektor Markus Landert im Gespräch mit thurgaukultur.ch
Der Termin: Freitag, 20. März, 19 Uhr. Der Ort: Die Facebook-Seite von thurgaukultur.ch In einem rund 30-minütigen Rundgang erläutert Markus Landert die neue Ausstellung. Und Sie können bequem von Zuhause aus dabei sein. Das ist auch deshalb besonders, weil bislang noch vollkommen unklar ist, wann die Schau für reguläre Besucher öffnen kann. Offiziell läuft sie jedenfalls bis zum 20. September 2020.
Ein Lagebericht zum Stand der Malerei im 21. Jahrhundert
Die Ausstellung - kuratiert von Stefanie Hoch - widmet sich der Malerei im Wandel der Zeit. „2020 – und die Malerei lebt noch immer. Seit 44’000 Jahren, so dehnen die jüngst in Indonesien entdeckten Höhlenmalereien den Zeithorizont dieser Entwicklung aus, erfindet sich das Medium kontinuierlich neu. Heute sind es die expandierenden Bildwelten im digitalen Raum, welche die menschliche Wahrnehmung auf unterschiedlichen Ebenen prägen. Wie verändert sich dadurch der Umgang mit Bildern? Und welche Konsequenzen ergeben sich für die Malerei?“, heisst es im Begleittext zur Ausstellung.
Es soll eine Bestandsaufnahme zur Lage der Malerei werden. „Haben die Pixel die Pigmente bereits abgelöst? Was ist noch Bild, was bereits Rauminstallation?“, fragen die Ausstellungsmacher. Eine Antwort darauf wollen sie nicht geben. Sondern vielmehr weitere Fragen stellen. Die Schau sei so etwas wie ein „Zwischenbericht einer neuen Generation von Malerinnen und Malern, die etwas zu sagen haben. Etwas, das nur in diesem Medium gesagt werden kann“, schriebt das Kunstmuseum Thurgau.
Fokus liegt auf regionalen Künstlerinnen und Künstlern
Gezeigt werden Werke von Renate Flury, Ute Klein, Rachel Lumsden, Almira Medaric, Heike Müller, Doris Naef, Lisa Schiess, Kerstin Schiesser, Heidi Schöni, Karin Schwarzbek, Daniela Siebrecht, Olga Titus, Pablo Walser und Günther Wizemann.
Termin: Freitag, 20. März, 19 Uhr, Livestream auf der Facebookseite von thurgaukultur.ch. Markus Landert zeigt die bislang angezeigte Ausstellung „Pinsel, Pixel und Pailletten – Neue Malerei“

Weitere Beiträge von Michael Lünstroth・Redaktionsleiter
- Der Weg ist die Kunst (20.04.2026)
- Was bleibt vom Menschen in Zeiten der KI? (30.03.2026)
- Der ewige Kreislauf des Lebens (27.03.2026)
- Topografien des Anfangs (24.03.2026)
- Das Spiel des Lebens (23.03.2026)
Kommt vor in diesen Ressorts
- Kunst
Kommt vor in diesen Interessen
- Vorschau
- Bildende Künste
Ist Teil dieser Dossiers
Ähnliche Beiträge
Erst Neo-Pop-Kunstgalerie, dann Wohnraum
Ein rotes Haus an der Murg wird zur Bühne für Kunst und Visionen: Haru Vetsch zeigt seine Sammlung – und schafft zugleich Raum für ein generationenübergreifendes Wohnprojekt. mehr
Kunst im Dazwischen
Für Christoph Rütimann zählt der Prozess des Kunstschaffens mehr als das Produkt. Eine Retrospektive im Kunstverein Frauenfeld zeigt 30 Jahre Schaffen zwischen Zeichnung, Film, Objekt und Erfahrung. mehr
Wo Kunst Begegnung schafft
Ein Kunstort in der Provinz wird zum Treffpunkt mit Ausstrahlung: Seit zehn Jahren verbindet das Haus zur Glocke in Steckborn zeitgenössische Kunst, Dialog und gesellschaftliche Fragen. mehr

