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von Brigitta Hochuli, 09.12.2013

Die Thurgauer Kultur im Jahr 2013

Die Thurgauer Kultur im Jahr 2013

In 440 Magazin- und Blog-Beiträgen, 1554 Kulturtipps und 3200 Veranstaltungshinweisen haben wir im vergangenen Jahr Ereignisse, News und Hintergründe der Thurgauer Kultur abgebildet. Hier eine subjektive Auswahl der Rückbesinnung auf die Zeitspanne vom 1. Januar bis Anfang Dezember.

Brigitta Hochuli

JANUAR

In unserer Serie ARBEITSPLATZ KULTUR geht es um den Museumsshop der Kartause Ittingen. Er ist eine kleine Buchhandlung und hält ein paar Überraschungen parat

Mit neuer Struktur startet das Theater an der Grenze in die neue Saison. Der Schwerpunkt liegt auf Schweizer Künstlern.

Good News aus Berlingen: Mitgliederspenden und ein grosszügiger Nachlass von Fanny Schmid erlauben den Fortbestand und die Pflege des Adolf Dietrich-Gartens.

Nach einem runden Tisch präsentiert die Stiftung Turmhof Steckborn für das Turmhof-Areal eine neue Lösung ohne Neubauten. Die Heimatvereinigung soll auf verschiedene Gebäude verteilt mehr Raum für das Museum bekommen.

FEBRUAR

Der Verein Kulturarbeit für Frauenfeld (Kaff) ruft zur Solidarität auf: Eine Menschenkette führt vom gekündigten Lokal zum potentiellen neuen Heim.

Zur Internationalen Musischen Tagung IMTA erwartet Kreuzlingen am 14. Mai 2014 5000 Teilnehmer.

Der Regierungsrat hat das Staatsarchiv damit beauftragt, den Nachlass von Roland Kuhn, ehemaliger Direktor der Psychiatrischen Klinik Münsterlingen, für die wissenschaftliche Forschung zu erschliessen. Dafür hat er einen Nachtragskredit von 80‘000 Franken bewilligt.

Der Verein «Die Schweiz im Ersten Weltkrieg» erhält für eine Wanderausstellung und Webseite einen Beitrag von 80‘000 Franken aus dem Lotteriefonds.

Von oben nach unten und von links nach rechts: Tadashi Kawamatas Scheiterturm in der Kartause Ittingen, Andri Stadlers Beitrag zur werkschau tg, Regierungsrätin Monika Knill und Leopold Huber an der Kulturpreisverleihung, René Munz und die neue Kulturamtchefin Martha Monstein, im Büro der Kulturstiftung des Kantons Thurgau und im Stiftungsrat gibt es Personalwechsel, die Kaff-Freunde demonstrieren in Frauenfeld für ihre Kultur, das Schaudebot St. Katharinental hat etwas zu feiern, das Dietrich-Gärtchen kann weiter gedeihen und der bronzene Hase wird künftig vor der „Guten Regierung“ hoppeln. Archivbilder thurgaukultur.ch

 

MÄRZ

Bis Mitte Monat wird in der Operette Sirnach "Viktoria und ihr Husar" gespielt.

Beim Kunstmuseum Thurgau wird mit einheimischem Holz ein Scheiterturm des japanischen Künstlers Tadashi Kawamata gebaut.

Steckborn ist 700 Jahre alt. Ein Höhepunkt des Jubeljahres ist das Festkonzert.

Christoph Nix, Intendant des Theaters Konstanz, beobachtet eine Zunahme des Anteils von Schweizer Bürgern unter den Zuschauern. Ein Interview.

Der Regierungsrat wählt Irina Ungureanu zum neuen Mitglied des Stiftungsrats der Kulturstiftung des Kantons Thurgau. Sie löst Stefan Keller ab.

APRIL

Im Kunstmuseum Thurgau hat sich eine neue Ausstellungskuratorin eingearbeitet. Stefanie Hoch präsentiert „Konstellation 5. 71 Jahre - 71 Werke“.

Jasmin Wunderlich aus Horn TG gewinnt am Jungen Texte Festival 2013 in Frauenfeld.

Die Post hat zum 150. Geburtstag des Thurgauer Malers Ernst Kreidolf ein Sondermarkenheft herausgebracht.

MAI

Der Regierungsrat bewilligt 60‘000 Euro für 6000 alte Thurgauer Ansichtskarten.

Der Regierungsrat gewährt dem Staatsarchiv einen Lotteriefondsbeitrag von 100‘000 Franken für ein Buchprojekt zum Thema «Stift und Stadt Bischofszell und Umgebung in Mittelalter und Früher Neuzeit».

Zu den Tagen der offenen Tür im Schaudepot St. Katharinental des Historischen Museums strömen Hunderte.

Der Regierungsrat lässt vom Zürcher Rechtsanwalt Peter Galli ein Gutachten zu Fragen der Submission im Zusammenhang mit dem Erweiterungsbau des Kunstmuseums Thurgau erstellen.

In Frauenfeld besuchen über 600 Filmfans das schwullesbische Filmfestival Pink Apple.

Seit Januar präsidiert der Weinfelder Hans Jörg Höhener die Kulturkommission des Kantons Thurgau. Ein Gespräch.

Die Ittinger Pfingstkonzerte haben nebst höchster Qualität auch Unterhaltungswert.

Die Heimatvereinigung Steckborn will den Turmhof kaufen.

Das Schweizer Fernsehen zeigt Anfang 2014 einen Dokumentarfilm über das Sterben der TZ-Bildredaktorin Susann Basler. Wir sind bei den Aufnahmen dabei.

Dani Felber ist nach dem Tournée-Auftakt in Amriswil vor 500 Zuhörern auch in Kreuzlingen Weltklasse.

Die Band The Rising Lights gewinnt den Contest 13 im Eisenwerk in Frauenfeld. Die Geschichte dazu.

Der Güttinger Jan Rutishauser gewinnt das 2. Oltner Kabarett Casting.

Unter dem Motto „Wir tauchen auf“ erfährt die Kultur in der Psychiatrischen Klinik eine Wiederbelebung. Ein Interview mit der neuen Kulturbeauftragten Seraina Perini.

JUNI

Im Kulturforum Amriswil stellt die Pfyner Sängerin Lina Button ihre neue CD „Copy & Paste“ vor.

In Eschenz wurden Gräber eines frühmittelalterlichen Friedhofs entdeckt. Das Amt für Archäologie Thurgau führt eine Rettungsgrabung durch.

René Munz tritt als Leiter des Kulturamts des Kantons Thurgau zurück und wechselt in die Fachstelle Kultur des Kantons Zürich.

Die Genossenschaftsbeiz Frohsinn Weinfelden feiert das 25-Jahr-Jubiläum. Ein Interview mit der Präsidentin des Trägervereins, Katharina Alder.

Thomas Götz befragt im Theaterhaus Thurgau Pro Helvetia-Direktor Andrew Holland.

Die Kulturförderbeiträge des Kantons Thurgau erhalten dieses Jahr in Amriswil Fabian Alder, Gabriel Estarellas Pascual, Cécile Hummel, Andri Stadler, Michaela Stuhlmann, und Bettina Wohlfender.

JULI

Bemerkenswert ist die Entdeckung unbekannter Briefe Robert Walsers im Staatsarchiv des Kantons Thurgau.

Er ist 55 Jahre alt, seit 20 Jahren Direktor des Kunstmuseums Kartause Ittingen und seit acht Jahren auch Direktor des Ittinger Museums. Ein Marschhalt mit Markus Landert.

Stefan Keller, Germanist, Historiker, Autor und literarischer Programmleiter in Gottlieben, ist nach 12 Jahren Kulturstiftung des Kantons Thurgau klüger geworden. Ein Interview.

Wir starten mit einer Serie zur werkschau tg 2013.

Die Kulturstiftung des Kantons Thurgau macht sich in Frauenfeld mit neuem Büro, neuen Gesichtern, neuer Website und neuer Informationspraxis auf zu neuen Ufern.

Im Haffterhof Weinfelden spielt die Bühni Wyfelde „Die Zukunft war früher auch besser“ mit Szenen und Liedern von Karl Valentin.

Das See-Burgtheater spielt Brechts Dreigroschenoper. Die Premierenbesprechung.

Die Freidorfer Autorin Andrea Gerster erhält den ersten „Baarer Raben“ für das Jugendbuch „The Best of Tarantino“.

AUGUST

Das Amt für Archäologie gräbt in den Kartäuser Mönchsgärten in Ittingen.

Heinrich von Kleists „Der zerbrochene Krug“ unter Regie von Florian Rexer passt gut ins alte Gemäuer des Schlosses Hagenwil. Die Premierenbesprechung.

Das Theater bilitz wird 25 Jahre alt. Ein Einblick in einen erstaunlichen Theaterbetrieb.

Zum Erweiterungsbau des Kunstmuseums Thurgau wird ein öffentliches Vergabeverfahren nötig, aber kein Architekturwettbewerb, teilt die Regierung mit.

Regierungsrätin Monika Knill überreicht Regisseur Leopold Huber vom See-Burgtheater den Thurgauer Kulturpreis. Huber dankt vorallem auch seiner Frau Astrid Keller.

In der Kunsthalle Arbon sind zum 20-Jahr-Jubiläum die ausstellenden Künstler der letzten zehn Jahre zu sehen.

Das theagovia-Theater inszeniert in Weinfelden zusammen mit den Friedheimer Spatzen Goethes «Faust». Der Premierenbericht.

Die Theaterwerkstatt Gleis 5 zeigt auf Schloss Girsberg bei Kreuzlingen „Der Meister und Margarita“. Der Premierenbericht.

Im Sommeratelier in der Remise Weinfelden arbeiten Gabriele Jerke, Berlin, und Erna Hürzeler, Wil.

Mit dem Buch „Traum Alp“ landet die Thurgauerin Daniela Schwegler einen Bestseller.

SEPTEMBER

Im Modelhof in Müllheim entwirft die Akademie den Staat und ein neues Kulturprogramm.

Im neuen Thurgauer Imagefilm ist nicht nur die Kultur ein Thema, sondern auch die Stimme von René Munz zu hören.

Das Theater Tägerwilen bringt „Mord an Bord“ nach Agatha Christie auf die Bühne.

Das Fotoforum Kreuzlingen zeigt Theaterfotografien aus Konstanz.

Thomas Goetz performt an der Vernissage von Sasha Huber im Neuen Shed in Frauenfeld den Rassisten Louis Agassiz.

Regierungsrätin Monika Knill ernennt Martha Monstein zur neuen Chefin des Kulturamts.

Unter dem Titel „Begriffe, Räume, Prozesse“ eröffnet das Kunstmuseum Thurgau die zweite Rückschau zum 30-Jahr-Jubiläum.

In Frauenfeld wird der Verein „Kultur im Eisenwerk“ gegründet.

Die Autorin Tanja Kummer hat eine poetische, märchenhafte und lustige Thurgauer Tour d‘ Horizon unternommen.

Die Thurgauer Regierung spricht für das Konstanzer Konziljubliläum 220‘000 Franken für ein kulturtouristisches Paket des Hauses des Marketings Thurgau.

Zum 200. Geburtstag von Konrad Corradi (1813 - 1878) werden in Oberneunforn drei Maler mit Neunforner Wurzeln gezeigt.

Der Weinfelder Tobias Hotz flickt den stolzen Zürileu.

An den Lyriktagen Frauenfeld findet eine literarische Jam-Session statt. Ein Augenschein vom Ohrenschmaus.

OKTOBER

Frauenfeld hat einen Kunstwürfel. Als Erster stellt darin Christoph Hösli eine seiner Installationen aus.

Das Theater Bilitz in Weinfelden zeigt seine Jubiläumspremiere „Aussetzer“. Anja Tobler und Gabor Nemeth spielen die verständnisvolle Lehrerin und den renitenten Schüler. Probenbesuch und Interview.

Die Projektleitungsstelle für „Kultur & Schule Thurgau“ soll neu besetzt werden. Der erste Projektleiter Adrian Bleisch hat gekündigt.

Am 26. Oktober wird die werkschau tg 2013 mit einer grandiosen Stafettenvernissage eröffnet.

NOVEMBER

Brückenschlag zur werkschau“: In Wigoltingen haben Arturo Di Maria und Gabriel Mazenauer zur Vernissage geladen.

Die Internationale Bodensee Konferenz zeichnet sieben Künstlerinnen und Künstler der Sparte Slam Poetry mit einem Förderpreis von je 10‘000 Franken aus - unter anderen Ostschweizern auch die Thurgauerin Lara Stoll, die als „Fräuleinwunder bezeichnet wird.

Auf Einladung des Stadtrats und der Stiftung TTT diskutieren eingeladene Gäste über das Kulturzentrum Kreuzlingen.

Der Verein projektKAFF (Kulturarbeit für Frauenfeld) wird künftig im ehemaligen Restaurant „Linde“ Kulturveranstaltungen realisieren.

Band 12 des Historischen Lexikons der Schweiz ist mit der vollständigen Kantonsgeschichte des Thurgaus erschienen.

Der Regierungsrat gewährt dem Verein Rheinspiele in Diessenhofen 50‘000 Franken für die Freilichtproduktion „Schwarzes Gold“.

Die Heimatvereinigung Steckborn beschliesst an einer Versammlung, Verhandlungen zum Kauf des Turmhofs zu führen.

Für die Kunst vor dem renovierten Regierungsgebäude in Frauenfeld erhält Joëlle Allet den Zuschlag.

Regierungsrätin und Kulturchefin Monika Knill macht vor der Abstimmung im Grossen Rat am 4. Dezember die kulturpolitische Relevanz des Kunstmuseums Thurgau geltend.

Am 11. Januar 2014 geht das KIK Kabarett in Kreuzlingen in die nächste Runde.

DEZEMBER

Mit 66 zu 41 Stimmen stimmt der Grosse Rat des Kantons Thurgau der Sanierung des Kunstmuseums zu. Damit hat die Regierung freie Hand zur Entnahme von 11,3 Millionen Franken für den Erweiterungsbau des Kunstmuseums aus dem Lotteriefonds.

Joëlle Allet wird der mit 15‘000 Franken dotierte Adolf Dietrich-Förderpreis der Thurgauischen Kunstgesellschaft überreicht.

Die Ankaufskommission des Beirats des Kunstmuseums Thurgau erwirbt diverse Werke aus der werkschau tg.

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Literaturwettbewerb «Das zweite Buch» 2026

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