von Brigitta Hochuli, 09.08.2012
Die römische Säule von Pfyn

Brigitta Hochuli
Das sollte man sich nicht entgehen lassen: ein 2000 Jahre altes Marmorprunkstück aus einem römischen Kaiserpalast neben der Säule aus dem Verwaltungsbereich der hiesigen Provinz! Vom einstigen Nabel der Welt ans Ende der Welt - ad fines, nach Pfyn - transportiert. Welch Spannungsfeld!
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Zwei Stunden lang sass ich auf einem Stühlchen vor der römischen Säule; bis ich beinahe glaubte, ihre Aura hätte mich gepackt. Und Alex Meszmer, der Mitinitiator der Kulturhauptstadt Pfyn, erzählte. Zu erzählen gibt‘s viel. Allein der Ordner voll Korrespondenz seit Projektbeginn vor vier Jahren ist 15 Zentimeter hoch. Wie die Säule tatsächlich in den Thurgau kam, ist eine Überraschung für viele, ein Oh und Ah nebst den Kritikern bei den meisten. Sowohl bei den Pfynern wie bei den Künstlern im Kreis von Meszmer und seinem Partner Reto Müller.
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Noch bis Sonntag kann man die Säule bewundern. Seit Samstag tun es täglich 20 bis 50 Besucher. Sie stellen Fragen und diskutieren pro und contra, aber mit Lust. Und erzählen weiter von der römischen Säule in Pfyn. Das solle so sein, das sei das eigentliche Kunstwerk, sagt das Künstlerpaar Meszmer und Müller: die Erzählung der Geschichte. „Forming history“ - damit nichts komplett in Vergessenheit gerate - "und sei es noch so indifferent".
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Hier sehen Sie den Film über den Säulentransport und hören die Erzählung dazu.

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