von arttv, 18.12.2020
Woher kommen unsere Rohstoffe?

Aktuell im Seemuseum Kreuzlingen: Die Ausstellung «BodenSchätzeWerte» lässt die BesucherInnen den gesamten Kreislauf der Rohstoffnutzung ergründen. arttv.ch hat sich in der Schau umgesehen.
Facettenreich beleuchtet «BodenSchätzeWerte» gesellschaftliche, politische und historische Aspekte der Rohstoffnutzung: Die Mine als Arbeitsplatz wird ebenso thematisiert wie die Rolle der Schweiz als Drehscheibe im globalen Rohstoffhandel. Ideen zu Recycling oder neuem Wohnen sensibilisieren für einen nachhaltigen Umgang mit Rohstoffen und die interaktiv gestalteten Stationen wecken Lust, die Herausforderungen unseres Rohstoffverbrauchs anzupacken.
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Die Schweiz und die Rohstoffe
Die Schweiz verfügt kaum über Bodenschätze – kein Öl, Gold oder Lithium. Abgebaut werden allenfalls Kies, Kalk, oder Ton – alles wenig sexy. Und dennoch spielen mineralische Rohstoffe auch bei uns eine wichtige Rolle. Wir konsumieren Rohstoffe in unseren Smartphones, Laptops, Kosmetikprodukten, Medikamenten oder Schmuck, um nur einige Beispiele zu nennen. Und auch die Schweiz ist ein Rohstoffland, sogar ein Global Player.
Zwei Drittel aller Metalle weltweit werden über die Schweiz gehandelt. 2018 beispielsweise knapp 70 Prozent allen Goldes und rund 40 Prozent des gesamten Erdöls. Auch wenn die wenigsten dieser Rohstoffe jemals Schweizer Boden berührten. 7 der 10 umsatzstärksten Schweizer Unternehmen betreiben Rohstoffhandel. Sie erwirtschaften einen Umsatz von 840 Milliarden Schweizer Franken.
Die Ausstellung & das Museum
Die Wanderausstellung «BodenSchätzeWerte» ist noch bis 18. April 2021 im Seemuseum Kreuzlingen zu sehen. Aktuelle Öffnungszeiten stehen auf der Website des Museums.
Mehr Texte über das Seemuseum Kreuzlingen gibt es auch bei uns im Magazin:
Auf dem Weg zum dritten Ort: Interaktiver, interdisziplinärer und inklusiver soll das Seemuseum Kreuzlingen werden. Der neue Museumschef Christian Hunziker über seine Ideen, Pläne und Visionen für das Haus am Bodenseeufer.
Auf den Spuren eines Schiffsunglücks: Das Seemuseum Kreuzlingen geht neue Wege. In einem beeindruckenden Vermittlungsformat kann man jetzt die Geschichte um das gesunkene Dampfschiff «Jura» neu entdecken - in einem digitalen Tauchgang.

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