von arttv, 01.05.2026
Mirjam Skal: Die Kunst, Bilder in Musik zu verwandeln

Das Porträt einer Zürcher Filmkomponistin zwischen Synästhesie, Experiment und Emotion. (Lesedauer: ca. 2 Minuten)
Mirjam Skal entwickelt Filmmusik aus einer besonderen Wahrnehmung heraus: Als Synästhetikerin erlebt sie Klänge in Farben und Formen. Diese visuelle Dimension prägt ihren Stil, in dem sich synthetische Klangtexturen und orchestrale Elemente zu dichten, atmosphärischen Räumen verbinden – stets im Dienst der filmischen Erzählung, nie als vordergründiger Effekt. Für ihre Musik zur Tatort-Episode VON AFFEN UND MENSCHEN erhielt Mirjam Skal 2024 den Rolf-Hans Müller Preis. 2025 wurde sie für VRACHT von Max Carlo Kohal mit dem Deutschen Dokumentarfilm-Musikpreis ausgezeichnet.
Jetzt das gesamte Video ansehen
Individuelle Klangpaletten
Ausgebildet an der Zürcher Hochschule der Künste (Bachelor und Master in Filmmusik-Komposition), arbeitet Skal freischaffend für Dokumentarfilme, Spielfilme und Fernsehen. Für jedes Projekt entwickelt sie eigene Klangwelten, häufig unter Einbezug ungewöhnlicher Instrumente wie Theremin oder Drehleier. Besonders interessiert sie das Zusammenspiel von Akustik und Elektronik.
Internationale Schritte
2021 wurde Mirjam Skal ins Sound Studio von Berlinale Talents aufgenommen und nahm am Mentoring-Programm der Alliance for Women Film Composers bei Mychael Danna (Life of Pi) teil. Daraus entstand die Einladung, zusätzliche Musik für WHERE THE CRAWDADS SING zu komponieren. Es folgten unter anderem zwei Zürcher Tatort-Folgen sowie der Soundtrack zu LES COURAGEUX von Jasmin Gordon.

Weitere Beiträge von arttv
- Die Sammlung neu gelesen (23.04.2026)
- Die Angst vor dem eigenen Erbe (16.04.2026)
- Verwandlung durch Verlust (03.04.2026)
- Auf den Spuren von Carl und Margit Roesch (09.04.2026)
- Zeit in Aquarell (27.03.2026)
Kommt vor in diesen Ressorts
- Musik
Kommt vor in diesen Interessen
- arttv.ch
- Porträt
Ähnliche Beiträge
Per Autotune durch eine düstere Galaxie
Experimenteller Pop aus der Ostschweiz verbindet Fantasy, Gaming und radikale Offenheit: Loveboy erzählt mit imaginären Freund:innen von Kreativität, Depression und inneren Welten. mehr
Ein Klangraum von isländischer Weite
Mit «Circle» legt die Schweizer Akkordeonistin Lea Gasser ein Werk vor, das intime Klangmalereien und rhythmische Vielschichtigkeit in den Mittelpunkt stellt. mehr
Gegen die eigenen Schatten
Mit dem zweiten Konzert direkt ins bandXOst-Finale: Die düstere Weinfelder HipHop-Gruppe Bloodmoonclique vertritt den Thurgau beim Nachwuchs-Contest am 22. November in St. Gallen. Wir stellen die Band vor. mehr

