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von Brigitta Hochuli, 04.12.2012

Turmhof Steckborn: Runder Tisch anberaumt

Turmhof Steckborn: Runder Tisch anberaumt
Haus zur Glocke, Seestrasse 91, Steckborn. | © alt-steckborn.ch

An der Sitzung vom 3. Dezember hat der Stiftungsrat eine Aussprache mit Kontrahenten und den Verkauf des Hauses zur Glocke beschlossen. Die Mediation bleibt sistiert.

Noch vor einer Woche stellte der Geschäftsführer der Stiftung Turmhof, Alex Bänninger, für die Sitzung von gestern Montag die Diskussion einer möglichen Auflösung der Stiftung Turmhof in Aussicht. Ganz so weit ist es noch nicht.

Die Stiftung Turmhof befinde sich bekanntlich in unruhigen Gewässern, schreibt Stiftungsratspräsident Alfred Muggli in einem Résumé. Um wieder auf klaren Kurs zu kommen, habe der Stiftungsrat einen Runden Tisch beschlossen, an dem die „divergierenden Auffassungen offen diskutiert und eine Einigung angestrebt“ werden solle. Einigen will man sich über „Raumansprüche der Heimatvereinigung, Bauprogramm, eventuelle Unterschutzstellung des Wasserwerks und der Remise, Betriebskonzept“.

Am Runden Tisch, der sich am 12. Januar 2013 unter der Leitung des neuen Stiftungsrats Sven Bradke versammeln soll, nähmen je zwei Vertreter der Stiftung, des Stadtrates, der Evangelischen Kirchgemeinde und der Heimatvereinigung teil. Das Begehren der Stiftung um eine Aussprache mit dem Stadtrat und die Mediation bleibe vorläufig sistiert, schreibt Muggli.

Der Stiftungsrat hat zudem beschlossen, das Haus zur Glocke zum Verkauf auszuschreiben. Das Haus an der Seestrasse 91 war im Jahr 2010 vom Trägerverein „Welt-Laden“ für 154‘000 Franken an die Stiftung verkauft worden und sollte renoviert und umgebaut werden. 2011 wurde das Vorhaben dann einstweilen zurückgestellt, weil es laut Jahresbericht „keine erste Priorität“ besitze. Eine neue Abklärung habe "eine relativ geringe Rentabilität ergeben", sagt Alfred Muggli auf Nachfrage. "Das Haus ist geeignet für einen geschickten Bauhandwerker mit viel Eigenleistungen." (ho)

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