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von Brigitta Hochuli, 08.11.2013

Stiftung Turmhof fühlt sich nicht als Verliererin

Stiftung Turmhof fühlt sich nicht als Verliererin
Alfred Muggli, Präsident der Stiftung Turmhof Steckborn. | © Brigitta Hochuli

Die Heimatvereinigung Steckborn hat an einer Versammlung beschlossen, Verhandlungen zum Kauf des Turmhofs zu führen. Dies berichtet die „Thurgauer Zeitung“ in ihrer gedruckten Ausgabe vom 8. November. Alfred Muggli, der Präsident der Besitzerin Stiftung Turmhof, war dabei.

Interview: Brigitta Hochuli

Herr Muggli, wie fühlt man sich eigentlich an einer Versammlung, an der man nur Gegner hat? Braucht es Mut dazu?

Alfred Muggli: Es kommt immer darauf an, was man von einer solchen Veranstaltung erwartet. Es war ja ein "Heimspiel" von Kassier Ernst Füllemann, und der Verlauf war haargenau so, wie ich es erwartet hatte. Ich fühlte mich keineswegs als Verlierer, die falschen Aussagen mussten korrigiert werden, auch wenn man die Wahrheit nicht gerne hört.

Glauben Sie immer noch an eine Zukunft des Stiftungs-Konzepts?

Alfred Muggli: Das Stiftungskonzept, wie es Jost Gross vorschwebte, der einmal mehr auch mit der Erarbeitung eines Museumskonzeptes beauftragt war, wird wohl kaum realisiert werden können. Dieses ist ja auch bald zehn Jahre alt und der Stiftungsrat muss sich in den nächsten Monaten mit der Überarbeitung des Konzeptes beschäftigen.

Wieviel Geld ist ganz genau bereits ausgeben worden?

Alfred Muggli: Da ich nicht Kassier bin und die Buchhaltung "geoutsourced" wurde, kann ich Ihnen keine genaue Zahl nennen. Gehen Sie einfach davon aus, dass der Stiftung mindestens 1 Million Franken Cash zur Verfügung stehen. Die Liegenschaften sind bei der Gebäudeversicherung des Kantons Thurgau für 5,2 Millionen Franken versichert. Und sie sind nicht mit Hypotheken belastet!

Ist eine Auflösung der Stiftung denkbar?

Alfred Muggli: Ich glaube persönlich nicht an eine Auflösung der Stiftung. Die Stiftungsaufsicht würde im jetzigen Zeitpunkt auch kaum einer Auflösung zustimmen.

Falls es doch so weit käme: Was würde für die Heimatvereinigung herausspringen?

Alfred Muggli: Wenn die Stiftung den Stiftungszweck nicht erreichen kann (Erwerb und Unterhalt des Turmhofs und den Nachbarliegenschaften) könnte die Stiftung liquidiert werden. In diesem Fall gehen die Gebäude an die Stadt Steckborn, Spenden müssten zurückerstattet werden. Die Heimatvereinigung bekäme allerhöchstens den Gönnerbeitrag in der Höhe von 5000 Franken.

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