von Brigitta Hochuli, 07.08.2012
Sommerloch

Brigitta Hochuli
Es war einmal ein Sommerloch, und die Menschen fürchteten sich sehr. Da erbarmten sich ihrer Asterix und Obelix. Sie ritten nach Rom. Dort bemächtigten sie sich einer uralten Säule und schleppten sie zum Gaudi der Götter in die Kulturhauptstadt Helvetiens, woselbst noch vor dem Sommerloch zur Entschärfung desselben extra ein Amphitheater gebaut worden war.
In der zweiten Hauptstadt des Landes, die inzwischen zur Bedeutungslosigkeit verkommen war und unter dem Sommerloch litt wie noch nie, sah eine schöne Wirtin die vor Langeweile erstarrten Einwohner und zauberte ein neues Sommerloch aus dem Hut.
Das Sommerloch war nun – übrigens auch mit zum Teil heftig verteidigten Freiluftspielen – so prall gefüllt, dass sich die Menschen noch mehr zu fürchten begannen. Zeit, dass es aufhört, das Sommerloch!, flehten sie gen Himmel; sie konsultierten den Kalender. Und siehe da, auch er war prall gefüllt. So prall, dass sie sich sehnten nach dem Zustand des Sommerlochs, als es noch keines war.
***
Zur Vorbeugung der Nebenwirkungen eines weiteren Sommerlochs empfehlen wir unsere Kulturagenda in homöopathischen Dosen.
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Kommentar zu «Sommerloch»
karin | 09.08.2012, 00.25 Uhr
dem märchen sei angefügt, dass prinzessin lina knopf morgen ihre mutprobe im verzauberten garten wohl mit bravour bestehen wird. prinzen und andere grafen eifern ihrem beispiel in den folgetagen nach… und wenn sie nicht von groupies von der bühne gezerrt werden, so musizieren sie noch weiterhin.

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