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19.12.2018

Neues Förderprogramm startet

Neues Förderprogramm startet
Gedichtete Werke machen es dem Leser oft nicht leicht. Warum man sich dennoch die Zeit nehmen sollte, erklärt Michael Lünstroth in seiner Kolumne "Die Dinge der Woche" | © Anja Arning

«Buch und Literatur Ost+», das gemeinsame Pilotförderprogramm der kantonalen Kulturämter der Ostschweizer Kantone und des Fürstentums Liechtenstein, geht in die nächste Runde: Die interkantonale Projektsteuerungsgruppe hat die ersten drei zu fördernden Projekte ausgewählt. Im Rahmen eines öffentlichen Werkstattgesprächs werden diese am Donnerstag, 10. Januar 2019, in der Alten Fabrik Rapperswil erstmals vorgestellt.

Ziel und Anspruch von «Buch und Literatur Ost+» ist es – ergänzend zu den bestehenden Förderinstrumenten der einzelnen Kantone – das Zusammenspiel zwischen den verschiedenen Akteurinnen und Akteuren im Buchwesen und in der Literaturlandschaft der Ostschweiz und des Fürstentums Liechtenstein zu stärken. So ist es in einer gemeinsamen Medienmitteilung aller Projektbeteiligten nachzulesen. Der Fokus der Förderung liege dabei «auf der Weiterentwicklung bestehender Werke, auf der Stärkung von regions- und kantonsübergreifenden Netzwerken sowie auf der Vermittlung.» Das Pilotförderprogramm versteht sich als offenen Prozess. Es will die Wechselwirkung der einzelnen Akteurinnen und Akteure ausbauen.

Für die Auswahl der zu fördernden Projekte wurde eine siebenköpfige interkantonale Projektsteuerung eingesetzt: Johannes Stieger, St.Gallen, Dorothee Elmiger, Appenzell Innerrhoden und Zürich, Mathias Ospelt, Liechtenstein, Jens Lampater, Schaffhausen, sowie Corina Freudiger, Zürich. Von Seiten der kantonalen Kulturämter wird die Projektsteuerung begleitet von Margrit Bürer, Leiterin Amt für Kultur Kanton Appenzell Ausserrhoden, und Fritz Rigendinger, Leiter Kultur Kanton Glarus. Ausgewählt wurden nun diese drei Projekte für die Förderung: Die Zürcher Autorin Annette Hug beschäftigt sich gemeinsam mit einem interkantonalen Kollektiv mit Irmtraud Morgners «Leben und Abenteuer der Trobadora Beatriz nach Zeugnissen ihrer Spielfrau Laura». Die Liechtensteiner Illustratorin Anna Hilti setzt sich gemeinsam mit einem internationalen Netzwerk aus Kunstschaffenden, Sammlern und Expertinnen mit dem Werk «Die Orchideen Liechtensteins» von Dr. Wilhelm Ganss auseinander. Der St. Galler Verleger Josef Felix Müller erarbeitet mit Künstlerinnen, Literaturwissenschaftlern und Autoren aus der Ostschweiz ein Buch mit Textbeiträgen und künstlerischen Arbeiten, basierend auf John Bergers Text «Haftgenossen».

Werkstattpräsentation in Rapperswil

Alle drei Pilotprojekte seien nun in Arbeit, heisst es in der Medienmitteilung. Es haben bereits Symposien, Diskussionen und Treffen an ausgewählten Orten in der Ostschweiz und in Liechtenstein zu einzelnen Themen stattgefunden. Am geplanten Werkstattgespräch in Rapperswil stellen die Geförderten ihre Pilotprojekte, die Arbeitsprozesse, Netze und Ziele vor. Die Initianten von «Buch und Literatur Ost+» kommen ebenfalls zu Wort. Die Veranstaltung findet am 10. Januar, 19 Uhr, in der Alten Fabrik statt und ist offen für alle Interessierten. (Tgk)

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