Seite vorlesen

von Brigitta Hochuli, 01.08.2016

Kreuzlingen: Ziele bis 2017

Kreuzlingen: Ziele bis 2017
Kinoabend im Rahmen des Projekts "Kultur im Shop" 2012 im ehemaligen Schiesser-Schnäppchenladen Kreuzlingen | © Brigitta Hochuli

Im Zusammenhang mit einem Dokumentarfilm über das Konstanzer Kino Scala kam das geplante Kulturzentrum Kreuzlingen aufs Tapet. Wir haben nachgefragt, wo der politische Prozess zurzeit steht.

Brigitta Hochuli

Nach Projektbeginn vor vier Jahren ist der Planungstand für die Umwandlung des Kreuzlinger Schiesser-Areals in ein multifunktionales Kulturzentrum gemäss der zuständigen Stadträtin Dorena Raggenbass folgender:

Der Entwurf eines Nutzungs- und Betriebskonzepts wird aktualisiert und im November im Stadtrat vorgestellt.
Daraus folgen ein Grundsatzentscheid des Stadtrates über das weitere Vorgehen und
die konkrete Planung der Nutzung, des Betriebs und der Kostenfolge - baulich und betrieblich.

Ziel sei es, so Dorena Raggenbass, bis Herbst 2017

einerseits die frei werdenden Räume wie der ehemalige Schiesser-Shop oder die Schulungsräume der International School Kreuzlingen Konstanz (ISKK)
mit Kulturveranstaltern oder einem Projekt aller Veranstalter (Theater an der Grenze, Z88, See-Burgtheater, Kunstraum) zu bespielen und
andererseits dem Stadtrat, der Kommission Gesellschaft, Kultur und Sport (GKS) und dem Gemeinderat ein Nutzungs- und Betriebskonzept vorzustellen und je nach Kostenfolge über das Parlament oder das Volk abstimmen zu lassen.

„Nach den Sommerferien 2016 werden wir die möglichen Nutzer und die Arbeitsgruppe Kulturzentrum zu einem Termin einladen“, teilt Dorena Raggenbass mit. Dabei werde der Entwurf des Nutzungskonzeptes besprochen und das weitere Vorgehen wie Sofortnutzung und Optionen sowie der Zeitplan festgelegt.

 

„Kino wäre toll“

Vorschläge aus Konstanz, nach der Schliessung des Programmkinos Scala per Ende Jahr in Kreuzlingen eine Alternative zu schaffen, stossen bei der Kreuzlinger Stadträtin Dorena Raggenbass vom Departement Gesellschaft auf ein offenes Ohr.

 

Ein Kinoangebot im Schiesser-Areal als zusätzliche Sparte zu Theater, Musik, Kunst, Kultur allgemein wäre toll, findet die Stadträtin. „Vielleicht kann man die vielen Kinobegeisterten zu einer starken Pro-Gruppe formieren, die sich für diesen Bereich auch einsetzen kann!“ Raggenbass kann sich auch eine Kombination mit Zebrakino (Konstanz), eventuell mit Cinema Luna (Frauenfeld) oder dem Romanshorner Verein Feines Kino, also eine „Kinokooperation Thurgau“ vorstellen. (ho)

 

thurgaukultur.ch, 28.7.2016: Was läuft eigentlich in Kreuzlingen?

„Eine Riesenchance“: Projektstart mit „Kultur im Shop“ im März 2012

 

Kommentare werden geladen...

Kommt vor in diesen Ressorts

  • Kulturpolitik

Kommt vor in diesen Interessen

  • Kulturförderung

Ist Teil dieser Dossiers

Werbung

Gesucht per Herbst 2026: Geschäftsführung 20-30%

Das GENERATIONS steht für aktuellen Jazz, internationale Vernetzung und die nachhaltige Förderung junger Musiker.

Ausschreibung «Freies Atelierstipendium»

Bewerbungsdauer: 1. Juli bis Mitte August 2026 über die digitale Gesuchsplattform der Kulturstiftung Thurgau.

Ähnliche Beiträge

Kulturpolitik

Wissen

«Ich habe immer zwei Leben gelebt.»

Im zweiten Teil des Interview erzählt Hannes Geisser, warum er das Naturmuseum immer interdisziplinär gedacht hat, weshalb Museen aufs Analoge setzen sollten – und was er am meisten vermissen wird. mehr

Kulturpolitik

«Viele hier verstehen zu wenig, wie bedeutsam Museen sind.»

Hannes Geisser verlässt nach fast 30 Jahren das Naturmuseum Thurgau – nicht im Groll, aber mit klaren Worten zur Museumspolitik im Kanton. Ein Gespräch über Geld, Tatkraft und die Rolle von Museen in unserer Gesellsch... mehr

Kulturpolitik

Hier ziehen bald zwei neue Ausstellungen ein

Aktuell bespielen die kantonalen Museen das Werk Zwei in Arbon. Im nächsten Jahr werden dort zwei spannende Ausstellungen zu sehen sein. Eine nimmt die Ostschweizer Kulturszene unter die Lupe. mehr