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von Brigitta Hochuli, 21.12.2010

Kiss me Kate - oder die Zähmung einer Widerspenstigen

Kiss me Kate - oder die Zähmung einer Widerspenstigen
Videoausschnitt zu Kiss me Kate der Zentrumbühne Bottighofen | © ho

Die Zentrumbühne Bottighofen führt das berühmte Musical von Cole Porter auf. Premiere ist am 30. Dezember im Gemeindezentrum, exakt 62 Jahre nach der Uraufführung in New York. Regie führt Astrid Keller vom See-Burgtheater.

Brigitta Hochuli

Mit „Kiss me Kate“ wagt die 1981 gegründete Zentrumbühne nach sechs Jahren Pause und nach der Ära Ernst Hofstetter einen Neuanfang. Der Trägerverein mit Präsident Werner Spirig an der Spitze hat die Regie in neue Hände gelegt.

Sterne-Menü

Astrid Keller vom See-Burgtheater, die Kreuzlinger Choreographin Sonny Walterspiel und der musikalische Leiter Andreas Bung sorgen mit ihrer 27-köpfigen Truppe für Qualität. Sie zeigten den Thurgauer Medien die Kostprobe eines verführerischen, aber auch deftigen Sterne-Menüs, von Laien und Professionellen gekocht und deshalb „hochstehender als die Abendunterhaltung eines Turnvereins“, wie Spirig betont.

Das Musical lehnt sich an Shakespeares „Der Widerspenstigen Zähmung“ an. Von dort kennt Astrid Keller den Geschlechterkampf, den sie vor zehn Jahren im See-Burgtheater in der Rolle der widerspenstigen Katharina selber ausgetragen hat. Um das Shakespeare-Stück geht es auch in Cole Porters Musical. Eine Theatertruppe studiert dessen musikalische Fassung ein. Für Machtkämpfe und Intrigen ist also gesorgt.

Wunderbare Stimmung

Eine Gage beziehen die Mitwirkenden nicht, umso grösser sind Freude und Leidenschaft. Seit Monaten sind sie am Probieren. Es sei erstaunlich, wie sich die Spieler und Laien-Tänzer im Lauf der Zeit geöffnet hätten, sagen Astrid Keller und Sonny Walterspiel. „Wir haben eine wunderbare Stimmung im Ensemble“, sagt Schauspieler Marcel Balli. Auch wenn der Einsatz nicht unbedingt familienverträglich sei, erlebe man viele spannende soziale Prozesse, findet Kollege Thomas Schürpf.

30 bis 40 Helfer hat Produktionsleiter Fritz Wirz zur Seite. 150 000 Franken hat er zu verantworten. Dank Beiträgen von privaten und institutionellen Sponsoren und der Einspielgelder hofft man auf eine ausgeglichene Rechnung.

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