von Brigitta Hochuli, 16.11.2013
Finissage mit Feuertaufen

Die werkschau tg 2013 wurde am 15. November mit einer Performance von Max Bottini und Räto Harder beendet. Saxophonklänge und „scents of kitchen“ lullten bald regelrecht ein. Wenigstens bis eine der 16 Bratpfannen in Flammen aufging.
Eine Feuertaufe hatten zuvor auch jene 20 Ewigjungen der gegen 100 Anwesenden bekommen, die einen Crash Course in Charleston mit Ursula Ledergerber besucht hatten. Denn der spätere Künstlerball mit Showdance und der Band „A Touch of Swing“ stand unter diesem Motto. Entsprechend war Conférencier Klaus Hersche von der Kulturstiftung denn auch eingekleidet und dazu passend wünschte er einen glamorous evening.
Viel zu kurz sei sie gewesen, diese erste Thurgauer Werkschau. Das ist das Bedauern vieler; das sagte im Gespräch am Rande des Festes auch Markus Landert, der sorgenvolle Direktor des Kunstmuseums Thurgau und einer der fünf Gastgeber für die Ausstellungen. In der Kürze habe sie aber einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag geleistet. Einen Beitrag übrigens, den auch er sich erhofft in der Form eines bis heute fehlenden Bekenntnisses der hiesigen Kunstwelt zu „seinem“ Museum. Immerhin: Die werkschau tg hat ein Bewusstsein geschaffen für das, was Kultur auch in der Provinz an Kraft in Reserve hat und sie hat zudem gezeigt, wie unterschiedlich man das dar- und ausstellen kann. Dahinter steckt unglaublich viel Arbeit, für die nicht zuletzt der stilvolle Abschluss im Eisenwerk mehr als verdient worden ist. (ho)

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