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von arttv, 12.01.2021

Ein kultureller Begegnungsort

Ein kultureller Begegnungsort
Yvonne Istas, Leiterin des Museum Rosenegg, in ihrem Haus. | © arttv.ch

In einem ehemaligen Weingut aus der Barockzeit, das um 1785 mit einem villenartigen Anbau ergänzt wurde, befindet sich heute in Kreuzlingen das Museum Rosenegg als kultureller Begegnungsort. BesucherInnen lernen bei einem Rundgang die Kloster- und Siedlungsgeschichte wie auch bekannte Persönlichkeiten der Region. Zuletzt war eine Ausstellung von Richard Tisserand zu sehen.

Im alten Luftschutzkeller veranschaulicht die Ausstellung «Hüben und Drüben» abwechslungsreich die spezifische Grenzthematik zwischen Konstanz und Kreuzlingen. In der Dauerausstellung «Mass und Gewicht» werden historische Messinstrumente und Waagen präsentiert. Drei bis vier Sonderausstellungen pro Jahr thematisieren Kunst, Geschichte und aktuelle Themen der Region. Vorträge, Lesungen und musikalische Matinéen im historischen Stucksaal ergänzen das kulturelle Angebot.

Die Geschichte des Hauses

Die Rosenegg ist ein um 1785 errichtetes Palais mit herrschaftlicher Fassade. Im Süden schliesst sich ein um 1750 erstellter Mittelbau an. Das Hinterhaus stammt vermutlich bereits aus dem 17. Jahrhundert. Der Name Rosenegg soll anlässlich einer Renovierung um 1900 an der Palaisfassade als alter Schriftzug zum Vorschein gekommen sein und geht wohl auf die Bauzeit dieses Gebäudeteils zurück. Das Palais wurde von Johann Jakob Bächler (1752-1802) errichtet, der mit dem Export von Wein und Sanitätsmaterial gute Geschäfte machte. 1895 wurde die Rosenegg von der Schulgemeinde Egelshofen gekauft, die hier Schulzimmer einrichtete.

Im Frühjahr 1937 wurde in Kreuzlingen die allgemeine, als Kriegsvorsorge deklarierte Estrich-Entrümpelungs-Aktion durchgeführt. Aus dem Sammlungsgut brachte man die heimatkundlich wertvollen Gegenstände in den Dachstock der Rosenegg. Seit 1938 wurden von der «Vereinigung Heimatmuseum Kreuzlingen» viele Objekte gezeigt und die Sammlungsbestände erweitert. 1998 übernahm die Stadt Kreuzlingen die Liegenschaft und der «Verein Museum Rosenegg» wurde an die «Stiftung Rosenegg» überführt. In drei Etappen wurden von 2005 bis 2018 die drei Hausteile der Rosenegg innen und aussen restauriert und die Dauerausstellungen eingerichtet.

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