von Brigitta Hochuli, 29.10.2013
Cluster soll ins Schiesserareal

Mit einer Einladung an ausgewählte Personen klären der Kreuzlinger Stadtammann Andreas Netzle und Think-Tank-Thurgau-Präsident Toni Schönenberger die Konfusion um die Themen Kunstmuseum, Kulturcluster und Kulturzentrum Kreuzlingen. Sie streben ein breit abgestütztes „Commitment“ für das Schiesserareal an.
Brigitta Hochuli
In Zusammenhang mit dem Neubau des Kunstmuseums in Ittingen sei auch der Kultur-Cluster im Schiesserareal in Kreuzlingen intensiver diskutiert worden, schreiben Andreas Netzle und Toni Schönenberger in der Einladung zur Sitzung vom 6. November; gleichzeitig klären sie die aktuelle Konfusion bezüglich Kunstmuseum, Kulturcluster und Kulturzentrum Kreuzlingen. Zur Sitzung geladen sind unter anderen Vertreter der ZAHW Winterthur, von Universität und HTWG Konstanz sowie der Konstanzer, Kreuzlinger und Thurgauer Politik - letzteres im Hinblick auf die Grossratssitzung vom 4. Dezember, für die der Erweiterungsbau für das Kunstmuseum Thurgau traktandiert ist.
Cluster auf stadteigenem Grund
Die Vision des Kultur-Clusters bestehe darin, im Schiesserareal ein kulturelles Zentrum zu schaffen, bestehend aus einem erweiterten Kunstraum für zeitgenössische bildende Kunst, einem Theater, einem Konzertraum, Ateliers, Künstlerwohnungen, Proberäumen und einer Kulturbeiz.
Chance für „Stadt der Wissenschaft“
Zudem biete der Kultur-Cluster eine einzigartige Chance, die kulturellen Aktivitäten mit der "Stadt der Wissenschaft", den Bildungsinstitutionen in Kreuzlingen und Konstanz (z.B. Pädagogische Hochschule Thurgau, Kreuzlinger Gymnasien, Universität Konstanz und Hochschule für Technik, Wirtschaft und Gestaltung, Konstanz) zu vernetzen, heisst es in der Einladung. Toni Schönenberger fordert auf Anfrage von thurgaukultur.ch, dass nach der allfälligen Baubewilligung für Ittingen mindestens gleich viele finanzielle Mittel für Kreuzlingen freigegeben würden. Entsprechende Signale gebe es.
Potenzial für Leuchtturm
„Mit diesen Synergien besitzt der Kultur-Cluster ein ausserordentlich grosses Potenzial für einen kulturellen Leuchtturm weit über die Grenzen hinaus, schreiben Netzle und Schönenberger. Ziel der Sitzung sei es, ein gemeinsam unterzeichnetes Communiqué betreffend Kultur-Cluster in Kreuzlingen zu verabschieden und an die Öffentlichkeit zu verschicken. „Die ganze Logik spricht für Kreuzlingen“, sagt Schönenberger. Jetzt gehe es darum, diesbezüglich Druck zu machen und um ein eindeutiges Commitment.

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