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von Brigitta Hochuli, 21.08.2016

Neues Literaturprogramm gestartet

Neues Literaturprogramm gestartet
Kathrin Zellweger, Co-Programmleiterin des Bodmanhauses in Gottlieben | © Sascha Erni

Mit einem Sommerfest hat das Bodman-Literaturhaus in Gottlieben das zweite Halbjahresprogramm eröffnet. Am Donnerstag findet mit einer Lyrikperformance bereits die zweite Veranstaltung statt. Wir haben Co-Programmleiterin Katrin Zellweger zum thematischen Motto „Einander beleuchten - Zusammen strahlen“ und ihren Vorlieben befragt. Das Programm ist als Flyer und als Inhaltsübersicht unten angehängt.

Brigitta Hochuli

Kathrin Zellweger, was stand zuerst? Das Motto „Einander beleuchten - Zusammen strahlen“ oder das Programm?

Kathrin Zellweger: Das Motto wählen wir jeweils, nachdem das Programm feststeht. Andersrum ginge es kaum, weil wir uns dann früh zu sehr einschränkten und beim Zusammenstellen und Auswählen nicht mehr offen sein könnten für das, was uns aktuell begeistert und worauf wir reagieren möchten.

Trotzdem, welcher Leseabend bezieht sich explizit auf das Motto - oder geht es dabei eher um eine HALTUNG der Programmmacherinnen?

Das Motto hat vor allem mit einer Haltung zu tun; wir machen das Programm ja nicht für uns, sondern denken dabei an unser Publikum. „Einander beleuchten“ kann als ein Bemühen verstanden werden, dass in der Begegnung mit dem Autor, seinem Werk und durch die Fragen aus dem Publikum etwas vermeintlich Bekanntes in einem neuen Licht erscheinen kann. Den zweiten Teil des Mottos „zusammen strahlen“ sehe ich als das Ergebnis einer gelungenen Lesung, während der alle Anwesenden, inklusive die anwesende Autorin, der eingeladene Autor, zu einer - wenn auch kurzzeitigen -Gemeinschaft zusammenfinden.

Auf welchen Abend freuen Sie sich persönlich ganz besonders?

Das ist insofern eine schwierige Frage, weil daraus fälschlicherweise eine Wertung innerhalb des Programms abgeleitet werden könnte. Ich kann ohnehin bloss für mich reden. Meine Kollegin Norina Procopan hätte eine andere Antwort auf diese Frage. Immerhin kann ich sagen, dass wir von unseren geladenen Autorinnen und Autoren überzeugt sind, sonst dürften wir sie nicht einladen. Das ist ja der Sinn einer Teamarbeit: zu zweit weiter und breiter zu denken als allein.

Sie weichen aus!

Nun denn: Für mich wird der letzte Abend im Programm etwas Besonderes sein, der Abend, an dem wir posthum Jörg Steiners Texten lauschen können, die er seiner Freundin, der Verlegerin Hanne Kulessa, als private Kartengrüsse geschrieben hat. Hanne Kulessa wird anwesend sein wie auch Steiners Schwiegersohn, der Frauenfelder Urs Stuber, der das Buch gemacht kann. Dass wir für den Vortrag der literarischen Miniaturen Markus Keller gewinnen konnten, freut mich.

 

***
Vom 25. August bis 8. Dezember stehen noch neun Veranstaltungen auf dem Programm des Bodmanhauses in Gottlieben. Es endet mit einer posthumen Würdigung des Schriftstellers Jörg Steiner.

 

www.bodmanhaus.ch

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