von arttv, 17.08.2022
Skulpturen für die Ewigkeit

Im Atelier des Bildhauers und Malers Christian Bolt entstehen Marmor-, Holz- und Aluminiumskulpturen – und auch ‹Bildhauer-Malerei›. arttv.ch zeigt in einem Videobeitrag, was das bedeutet.
Er gilt als humanistisch-klassischer Bildhauer, was vor allem an seinen Marmorskulpturen liegt, in italienischer Tradition erschaffen. In seiner Materialwahl und in seinen Genreüberschreitungen zeigt sich sein Forschungsdrang, der sich um den Bezug von Form und Inhalt dreht und den Menschen ins Zentrum stellt.
Jetzt den gesamten Beitrag ansehen:
Der Mensch
Christian Bolts Schaffen ist charakterisiert von der Suche nach der Essenz des menschlichen Wesens, seinen Entwicklungen und Offenbarungen. Die Fragen nach dem Menschen als Individuum und nach seiner Existenz als soziales und historisches Wesen stehen im Fokus seiner Arbeit. Klassische Skulptur und Abstraktion gehen eine fruchtbare Koexistenz ein.
Christian Bolt verschiebt auch gerne die Genregrenzen. In seinen Assemblagen greifen Malerei und Bildhauerei ineinander. Ein eigens entwickeltes Material aus Marmorstaub ermöglicht die natürliche Verbindung von Bild und Bildhauerei.
Malerei ist bei ihm auch immer Gestik und Bewegung und oft mit dem Wort verbunden. Neben seinen Marmor- und Holzskulpturen erschafft Bolt auch Skulpturen aus Bronze und dem ‹unedlen› Material Aluminium.
Die Ausbildung
Seine erste künstlerische Ausbildung absolvierte Christian Bolt in den späten 80er-Jahren an der Fachhochschule für Holzbildhauerei in Brienz. Gegen Ende der 90er-Jahre nahm er ein Studium an der Accademia de Belle Arti in Carrara auf und führte später seine Studien in Florenz fort.
Seit 2001 ist er als selbstständiger Künstler tätig, zuerst in Zürich und seit 2003 in Klosters, wo er sein Atelier hat, das auch als Begegnungszentrum für kulturelle Anlässe und Ausstellungen funktioniert. Christian Bolt ist Professor für Bildhauerei der Accademia Delle Arti Del Disegno Florenz und auch publizistisch tätig.
Monografie
Im Verlagshaus Seidel und Schütz ist 2021 eine umfangreiche Monografie über Christian Bolt erschienen, unter dem Titel «Existenz und Verifikation». «Kann die Kunst zur Wahrheitsfindung beitragen? » Mit dieser Fragestellung – eine der Konstanten im Schaffen von Bolt, beleuchten die Autoren Andrin Schütz, Marc Philip Seidel, Jeannette Fischer und Rudolf Wötzel das Werk des Schweizer Bildhauers und Malers. Über 200 Fotos seiner Werke geben einen umfassenden Einblick in sein Werk.
Mehr über den Künstler: https://www.bolt.ch/

Weitere Beiträge von arttv
- Die Angst vor dem eigenen Erbe (16.04.2026)
- Verwandlung durch Verlust (03.04.2026)
- Auf den Spuren von Carl und Margit Roesch (09.04.2026)
- Zeit in Aquarell (27.03.2026)
- Zwischen Risiko, Rhythmus und Rennbahn (09.02.2026)
Kommt vor in diesen Ressorts
- Kunst
Kommt vor in diesen Interessen
- Porträt
- Bildende Künste
Ähnliche Beiträge
Erst Neo-Pop-Kunstgalerie, dann Wohnraum
Ein rotes Haus an der Murg wird zur Bühne für Kunst und Visionen: Haru Vetsch zeigt seine Sammlung – und schafft zugleich Raum für ein generationenübergreifendes Wohnprojekt. mehr
Kunst im Dazwischen
Für Christoph Rütimann zählt der Prozess des Kunstschaffens mehr als das Produkt. Eine Retrospektive im Kunstverein Frauenfeld zeigt 30 Jahre Schaffen zwischen Zeichnung, Film, Objekt und Erfahrung. mehr
Wo Kunst Begegnung schafft
Ein Kunstort in der Provinz wird zum Treffpunkt mit Ausstrahlung: Seit zehn Jahren verbindet das Haus zur Glocke in Steckborn zeitgenössische Kunst, Dialog und gesellschaftliche Fragen. mehr

