08.09.2016
Öffentliche Tagung zum 1. Weltkrieg

Zwei Tage lang wird Frauenfeld zum Mittelpunkt der Forschung über den Ersten Weltkrieg. Am 15. und 16. September diskutieren im Bildungszentrum Adler namhafte Wissenschaftler über den Grossen Krieg. Die Tagung ist öffentlich und für ein breites Publikum interessant.
Was haben Menschen mit Nationen gemeinsam? Sie bilden ihre Identität aus den Erinnerungen. Für die Schweiz spielt gerade der Erste Weltkrieg eine viel grössere Rolle, als bisher angenommen. Dieses Thema steht im Mittelpunkt der Tagung am 15. und 16. September im Bildungszentrum Adler in Frauenfeld. Namhafte Vertreter der Forschung diskutieren mit dem Publikum über Erinnerung und nationale Identität.
Schweiz als Friedensinsel
Unser Land sei eine wehrhafte Friedensinsel inmitten eines turbulenten Europa. Wir erinnern uns, dass wir zwei Weltkriege unversehrt überstanden und uns trotz dunkler Bedrohung tüchtig zur Wohlstandsnation gemausert haben. Die dunklen Kapitel, etwa unsere Profite aus dem Nazi-Gold oder die neutralitätsverletzenden Aktionen von Militär und Regierung im Ersten Weltkrieg, werden oft bewusst ausgeblendet.
Internationale Forschung
Ausgangspunkt der nationalen Erinnerung ist der Erste Weltkrieg, der unser Land massiv erschüttert hat. Die Sonderausstellung des Historischen Museums Thurgau «14/18 – Die Schweiz und der Grosse Krieg» zeigt im Alten Zeughaus Frauenfeld diese Erschütterung eindrücklich. Zum Rahmenprogramm dieser Sonderausstellung gehört die zweitägige Zusammenkunft der Wissenschaft zum Thema Erinnerungskultur des Ersten Weltkriegs. An dieser Tagung diskutieren international anerkannte Forschende mit dem Publikum ein brandaktuelles Thema der Wissenschaft. (ct)
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Die Tagung im Bildungszentrum Adler in Frauenfeld ist kostenlos und richtet sich an ein interessiertes Publikum, das mehr über die Identität der Schweiz, der Region und der umliegenden Länder wissen möchte. Eine Anmeldung via Link über die Website des Historischen Museums Thurgau ist erwünscht.
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