15.05.2014
Dreimal Tanz an einem Tag

Im Gefäss Performance Special zusammengefasst sind besondere Produktionen, die sich nicht einfach einordnen lassen. Die Theatergäste kommen mit „Black Out“, Ghosts“ und „Le triomphe de la renommée“ in den Genuss dreier unterschiedlichster Produktionen, die jede für sich neue Wege und Formen zeigen. Beonders das lokale Publikum sei manchmal für Tanz-Performance schwer zu begeistern, sagt Caroline Minjolle von der veranstaltenden Kulturstiftung des Kantons Thurgau. Deshalb sei etwas Werbung nötig.
Aus der Vogelperspektive
Mit „Black out“ knüpft der Choreograf Philippe Saire an seine Vorliebe für Zeichnung und Malerei an. Das performative Stück ist eine künstlerische, visuelle Installation und bewegt sich an der Grenze zwischen grafischer Darstellung und Tanz. Das Publikum betrachtet das Geschehen aus der Vogelperspektive, stehend am Rand eines schwarzen Kubus. Schwarzes Garnulat rieselt von der Decke und bedeckt den Bühnenboden. Mit ihren Körpern und Bewegungen zeichnen, malen die Tanzenden faszinierende Bilder auf den Bühnenboden, werden zum Malstift oder Pinsel. Haut, Licht und Dunkelheit werden zu Hauptdarstellern dieses faszinierenden und unheimlichen Tableaux Vivant.
In der Tiefgarage
Ganz anders dann Angela Stöcklin und dem The fusion project, die in der Tiefgarage neben dem Theater die Produktion Ghosts präsentieren. Eine Choreografin und Performerin, ein visueller Künstler, ein Sound Designer und eine Lichtdesignerinhaben eine installative Performance geschaffen, in der das Publikum stiller Teilnehmer ist. Mit bewegten Bildern und akustischen Reizenenstehen reale, imaginäre, verspielte und verträumte Situationen. Geister schweben vorbei, flüchtig oder ausdrücklich. Sind es Kindheitserinnerungen?
In der Garderobe
Zu einem „tête à tête“ lädt die Künstlerin Marie Caroline Hominal ein. Jeder Gast verbringt 15 Minuten mit der Performerin in der Künstlergarderobe des Phönix Theaters.
Im Pavillon
Im Pavillon neben dem Theater laufen Nonstop 11 Kurzfilme die im Auftrag von Philippe Saire realisiert wurden. Der Choreograf zeigt seine Stadt Lausanne, tänzerisch und aus ungewohnten Perspektiven. (pd/red)
***
Speziellen Anfangszeiten: „Le triomphe de la Renommée“ beginnt um 17h (16. Mai ) und 16h (17. Mai), „Black Out“ jeweils um 19.30 Uhr und 21 Uhr und „Ghosts“ jeweils um 18 Uhr.
Theaterkasse und Foyerbar öffnen um am Freitag, 16. Mai um 16.30 Uhr und am Samstag, 17. Mai um 15.30 Uhr.
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