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von Medienmitteilung, 18.08.2022

Ach, das soll das sein!

Ach, das soll das sein!
Was für ein Apparat könnte das sein? In unserer neuen Folge der Serie «Das Ding» lösen wir es auf! | © zVg

Multifunktionaler Filmprojektor oder ausgeklügelte Kurbelwelle? Eine neue Episode unserer Serie «Das Ding» stellt Technik in den Mittelpunkt. (Lesedauer: ca. 1 Minute)

Unser Ding hat vor 80 Jahren Geschichte geschrieben. Nicht nur sein Gewicht von ganzen 164 Kilogramm, sondern vor allem auch sein Innenleben machen es zu einem gewichtigen Zeugen seiner Zeit und zum Pionier einer neuen Technik. Was hat es mit diesem Ding von 82 x 71 x 42 cm (H/B/T) auf sich?

Dieses Ding mit 1270 Meter Stahldraht, drei Verstärkerröhren und 71 Relais war ein guter Zuhörer. Es heisst Ipsophon und war der erste vollautomatische Telefonbeantworter. Erfunden hat’s der Deutsche Willi Müller, der 1942 von der deutschen Reichspost die Bewilligung für den Anschluss ans Telefonnetz erhielt und ein später die Genehmigung zum Export in die Schweiz, wo es ans Schweizer Telefonnetz angeschlossen wurde.

Aus dem Ferienhaus von Aga Khan III.

Die Ausfuhr des Prototyps war ein grosses Glück, denn am 9. März 1943 wurden die Betriebsräume der Willy Müller & Co AG bei einem Bombenangriff der alliierten Truppen total zerstört. Bei der Werkzeugmaschinenfabrik Oerlikon hingegen konnte der Prototyp zur Serienreife gebracht und 1946 der internationalen Presse als Ipsophon der vorgestellt werden. Später stand es dann im Ferienhaus von Aga Khan III. in Gstaad.

Und heute? Da kannst Du dieses vielgereiste Objekt im Museum Telephonica im Greuterhof Islikon erleben.

 

Die Serie «Das Ding»

Wer kennt das nicht? Man läuft durch ein Museum, sieht ein Ausstellungsstück und fragt sich - was soll das denn jetzt sein? Genau aus diesem Prinzip speist sich unsere neue Serie „Das Ding“, die wir uns gemeinsam mit dem Verein MUSE.TG ausgedacht haben.

 

Insgesamt 12 Mal werden wir Euch in diesem Jahr auf unserer Facebook- und Instagram-Seite ein besonders rätselhaftes Exponat aus einem Thurgauer Museum vorstellen. Dazu die Frage: Was soll das denn sein?

 

Und dann dürft ihr mitraten und euch Geschichten zu dem Ding überlegen: Was es sein könnte, wozu es möglicherweise genutzt wurde, was ihr darin seht oder was auch immer sonst euch zu dem jeweiligen Bild einfällt. Schreibt und kommentiert zu den Posts! Die originellsten Antworten sammeln wir und stellen sie anschliessend in einem separaten Beitrag vor.

 

Falls ihr partout nicht darauf kommt, was dieses Ding sein könnte - keine Panik! Denn: Drei Tage nach dem Post auf Social Media lösen wir das Rätsel im Magazin auf thurgaukultur.ch und auf der Website von MUSE.TG auf.

 

Weitere Texte aus der Serie:

 

Krücken für Extravagante oder Zweihänder für besondere Zwecke? Die erste Folge unserer Serie «Das Ding» findest du hier.

 

Fliegender Teppich oder Bett für Orientliebhaber? In der zweiten Ausgabe unserer Serie «Das Ding» gehen wir auf Spurensuche in Kreuzlingen.

 

Ein missratener Gewichtsstein oder ein versteinerter Zuckerhut? Die dritte Folge der Serie «Das Ding» ist zu Gast im Musuem für Archäologie.

 

Exklusiver Stiefelknecht oder Folterwerkzeug? Neues Rätsel aus unserer Serie «Das Ding». Hättest du es gewusst?

 

Chemielabor oder mobile WG-Küche? Neues Rätsel aus unserer Serie «Das Ding». Dieses Mal zu Gast im Kunstmuseum Thurgau.

 

Kaffeekanne mit dem gewissen Etwas: «Das Ding» des Monats Juli ist nicht nur schön und zerbrechlich. Es war zu seiner Zeit wohl der letzte Schrei auf dem Gebiet sommerlicher Erfrischung. Aber womit hat es aufgetrumpft?

 

Alle Folgen der Serie im Überblick gibt es im Themendossier «Das Ding»

 

 

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