Seite vorlesen

Rollenwandel: Schiff der Träume

Nach einem Drehbuch von Federico Fellini.

Regie Annika Schäfer Bühne & Kostüme Tom Schellmann
Dramaturgie Hauke Pockrandt
Mit Michaela Allendorf, Anna Lisa Grebe, Ulrich Hoppe, Odo Jergitsch, Leonard Meschter, Jonas Pätzold

Wehklagen und Verzweiflung erklingen im Hafen von Neapel und durchschneiden die von Geschäftigkeit, Möwengeschrei, vom Kommen und Gehen, Lachen und Streiten erfüllte Szenerie. Die Quelle der Störung ist ebenso wenig zu übersehen, wie zu überhören: Im Minutentakt halten Limousinen am Landungssteg des Ozeandampfers Gloria N und allmählich versammelt sich eine ungeheure Prominenz.

Dort reicht der Intendant der Wiener Oper dem weltberühmten Maestro Albertini die Hand, weiter hinten ergießt sich die große Sopranistin Cuffari in ein markerschütterndes Lamento. Die versammelte Gemeinschaft trägt Trauer, doch statt stiller Andacht gleicht das Bild einem Spektakel. Blitzlichtgewitter, an Geschmacklosigkeit grenzende Extravaganz – kein Zweifel, hier wird nicht der Verlust eines gewöhnlichen Menschen beklagt! Weggefährt:innen, Neider:innen, Liebhaber:innen, die eingebildete Elite aus Kunst, Adel, Geld und Politik – alle sind gekommen, um der unsterblichen Operndiva Edmea Tetua das letzte Geleit zu geben und ihre Asche im Meer zu verstreuen.

Etwas abseits des Geschehens winkt der Journalist Orlando, der uns als Chronist mit an Bord der Gloria N nimmt und in die Trauergemeinschaft einführt. Welche Lücke hinterlässt die größte Diva aller Zeiten bei diesen Menschen, die immerzu auf die eigene Inszenierung, die performative Vermarktung einer echten oder rentablen Gefühlsregung bedacht sind, bei denen selbst Trauer zum Wettstreit wird? Als wäre die Unterscheidung von Sein und Schein nicht schwer genug, drängen sich im Verlauf der grotesken Trauerfahrt immer mehr Träume in den Vordergrund und auch die unsterbliche Edmea Tetua verlangt nach ihrem großen Auftritt im Rampenlicht.

„Das Schiff der Träume“ nach dem Drehbuch von Federico Fellini wurde als Theaterstoff in einem für die Theaterlandschaft einzigartigen partizipativen Prozess ausgewählt. Unter dem Namen „Rollenwandel“ haben sich abteilungsübergreifend Mitarbeiter:iinnen des Theaters Konstanz zusammengeschlossen und als Kollektiv den Theaterstoff, die Regie und die Position für das Bühnen- und Kostümbild kuratiert. Unter „Rollenwandel“ versteht sich der Versuch, traditionell hierarchisch geprägte Strukturen des Theaterbetriebs aufzubrechen und in einem pluralen, demokratischen und nachhaltigen Veränderungsprozess weiterzuentwickeln.

Die für die Regie ausgewählte Regisseurin Annika Schäfer, der Bühnen- und Kostümbildner Tom Schellmann und das Rollenwandel-Ensemble nehmen Fellinis Filmklassiker als Folie für eine opulente Traum- und Trauerreise, in der Sehnsüchte, die Liebe zur Kunst und Musik, aber auch die Opfer, die das Künstler*innen-Leben erfordert, lustvoll-spielerisch und mit viel Musik erkundet werden.

Termine

Samstag, 30.05.2026

Premiere

Vorverkauf

webshop.jetticket.net

Sonntag, 31.05.2026

Dienstag, 02.06.2026

Ermäßigter Eintritt am Theaterspartag: 10€ auf allen noch verfügbaren Plätzen.

Vorverkauf

webshop.jetticket.net

Mittwoch, 03.06.2026

Ermäßigter Eintritt am Mittwochnachmittag: Für alle Besucher*innen 30 % Rabatt auf den Vollpreis.

Vorverkauf

webshop.jetticket.net

Veranstaltungsort

Spiegelhalle
Hafenstrasse 12
78462 Konstanz

Vorverkauf / Reservation

Theaterkasse im KulturKiosk
Wessenbergstraße 41
78462 Konstanz
+49 (0)7531 900 21 50
theaterkasse@konstanz.de
www.theaterkonstanz.de

Öffnungszeiten
Dienstag bis Freitag
10:00 bis 18:30 Uhr
Samstag
10:00 Uhr bis 13:00 Uhr

Link Vorverkauf:
theaterkonstanz.de

Preise / Kosten

ab 25 EUR

Kommt vor in diesen Sparten

  • Bühne

Kommt vor in diesen Interessen

  • Schauspiel

Werbung

Literaturwettbewerb «Das zweite Buch» 2026

Die Marianne und Curt Dienemann Stiftung Luzern schreibt zum achten Mal den Dienemann-Literaturpreis für deutschsprachige Autorinnen und Autoren in der Schweiz aus. Eingabefrist: 15. Juni 2026

Ähnliche Veranstaltungen

Bühne

WAU WOW – ein Hundsstück

St. Gallen, Lokremise

Bühne

Einführungssoiree: WAU WOW

St. Gallen, Lokremise