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25.05.2013

„Neuer Akt in der Turmhof-Soap“

„Neuer Akt in der Turmhof-Soap“
Alfred Muggli, Präsident der Stiftung Turmhof Steckborn. | © Brigitta Hochuli

An der Gönnerversammlung der Stiftung Turmhof Steckborn nahm Stiftungsratspräsident Alfred Muggli Stellung zum Kaufvorschlag des Vorstandes der Heimatvereinigung. Er bezeichnet die Auseinandersetzung inzwischen als eine „Soap“.

An der Jahresversammlung der Heimatvereinigung vom 18. Mai 2013 habe die Ankündigung, die Heimatvereinigung wolle den Turmhof kaufen, überrascht, erklärte Stiftungspräsident Alfred Muggli. Er finde das eine äusserst interessante Entwicklung, denn er könne sich nicht erinnern, dass die Stiftung Verkaufsinteressen geäussert habe. Sobald eine Kaufofferte von der Heimatvereinigung eintreffe, werde aber eine Abklärung der Rechtslage in die Wege geleitet. „Nachdem der Turmhof dank den Medien weit über die Grenzen des Thurgaus Berühmtheit erlangt hat, könnte das seinen Marktwert erhöhen“, schreibt Muggli in seiner Stellungnahme.

Ausserdem erinnert er an die Geschichte der Stiftung. Nach der Zustimmung zum Verkauf des Turmhofs im Jahr 2001 durch die Kirchgemeindeversammlung habe er als damaliger als Präsident der Evangelischen Kirchgemeinde das berühmte Gebäude der Heimatvereinigung für 0,5 Millionen Franken offeriert. Es sei dann der Vertreter der Heimatvereinigung, Jost Gross gewesen, der die Gründung einer Stiftung vorgeschlagen habe.

Gründungskapital weniger als 3 Millionen

Alfred Muggli ging auch auf die Behauptung des Kassiers der Heimatvereinigung, Ernst Füllemann, ein, 2 der vom Ehepaar Hertner gestifteten 3 Millionen Franken seien „verpufft“ worden. Das Gründungskapital habe aber nicht 3 Millionen Franken betragen. „Die UBS hatte den Auftrag, Aktien in dieser Höhe zu Gunsten der Stiftung an die Thurgauer Kantonalbank zu überweisen. Bis alle Aktien in verschiedenen Tranchen auf dem Konto der Stiftung lagen, hat deren Wert bis zum 31.12.2002 um 426‘000 Franken abgenommen.“

Rückstellung für Prozesskosten

Die Buchführung, die bis anhin vom Stadtschreiber geführt worden sei, habe man auf Wunsch des Stadtrates der Trewitax Kreuzlingen AG übertragen und die Jahresrechnung sei von der Gigertreuhand Frauenfeld revidiert worden, kommentiert Muggili die Jahresrechnung 2012. Der Ertrag sei erwartungsgemäss vor allem wegen der ausbleibenden Mieterträge zurückgegangen. Der Verlust betrage 121‘703 Franken. Darin sei auch eine Rückstellung 20‘000 Franken für allfällige Prozesskosten enthalten, denn es sei nicht ausgeschlossen, dass der Streit mit der Heimatvereinigung gerichtlich entschieden werden müsse. Das Umlaufvermögen zusammen mit dem Anlagevermögen habe am 31.12.2012 4.9 Millionen Franken betragen; die Liegenschaften seien bei der Gebäudeversicherung für 5,5 Millionen versichert. (red)

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