04.03.2014
Kunstmuseum: Konstellation 6

Das Kunstmuseum Thurgau inszeniert Werke von über 30 Künstlerinnen und Künstlern in der Kartause Ittingen. «Konstellation 6. Begriffe, Räume, Prozesse» thematisiert die Veränderung der Kunst seit der Eröffnung des Museums im Jahre 1983.Mitte der Sechzigerjahre des letzten Jahrhunderts erschütterte eine wahre Revolution die Kunst. Neue Medien und veränderte Vorstellungen der Künstlerinnen und Künstler von den Möglichkeiten der Kunst führten zu neuen künstlerischen Strategien und Ausdrucksformen. An Stelle von Pinsel und Leinwand traten Video und Fotografie. Erzählerische Inhalte wurden ersetzt durch Konzepte. Das statische Werk verwandelte sich in Prozesse und Ideen.
Das 1983 in der Kartause Ittingen neu eröffnete Kunstmuseum Thurgau beschäftigte sich intensiv mit solchen avantgardistischen Ausdrucksformen. Diese Beschäftigung mit progressiven Tendenzen der Kunst schlug sich auch in der Sammlungstätigkeit nieder, so dass das Kunstmuseum Thurgau heute im Besitz von Schlüsselwerken namhafter Künstlerinnen und Künstler ist. In Ittingen sind herausragende Werke von Roman Signer, Marina Abramovic, Joseph Kosuth, Janet Cardiff, Christoph Rütimann oder Mark Staff Brandl zu finden.
Konstellation 6
Die Ausstellung «Konstellation 6» stellt Werke vor von über 30 Künstlerinnen und Künstlern, die nicht nur im Museum sondern auch auf der Klosteranlage zu finden sind. Begrüsst wird das Publikum schon auf dem Weg vom Parkplatz ins Kloster von Hemauer und Kellers singendem Tannenbaum. In der Mönchszelle des Ittinger Museums irritieren die holzgeschnitzten Alltagsgegenstände von Ron Temperli die sorgfältig eingerichtete Inszenierung vergangenen Lebens, und Janet Cardiffs «Ittingen Walk» führt Neugierige an Orte im Museum, an die sie normalerweise kaum je gelangen würden. Auch Jenny Holzers Steinbänke mit den Lustmord-Texten im Prioratsgarten sind noch immer ein Geheimtipp, der zu einer Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Kunst an einem unkonventionellen Ort verführt. Der Gang durch die Ausstellung erweist sich als lustvolle Entdeckungsreise, in der sich das Publikum immer wieder mit den Grundfragen der zeitgenössischen Kunst konfrontiert sieht.
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Bis 23. März 2014
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