12.08.2014
Kammermusik und Kulinarik

Das 6. Festival Kammermusik Bodensee vom 11. bis 14. September 2014 kombiniert hochstehende Kammermusik an drei speziellen Spielorten am Bodensee mit kulinarischen Genüssen.
Im evangelischen Kirchgemeindehaus Kreuzlingen erweitert sich das weltweit erfolgreiche "Schweizer Klaviertrio" mit dem rumänischen Bratschisten Razvan Popovici zum Klavierquartett: Auf dem Programm steht Mozarts Klavierquartett g-Moll, dessen Dramatik und Energie schon weit vorausweist auf Beethoven und die Romantik.

„Schweizer Klaviertrio“ (von links): Sébastien Singer, Violoncello, Angela Golubeva, Violine, Martin Lucas Staub, Klavier. (Bilder: zVg)
Mit viel Experimentierlust kombiniert anschliessend die Alpentangomania des Zürcher Komponisten Martin Wettstein Melodien aus der Schweizer Volksmusik, argentinische Tangos mit seiner persönlichen Musiksprache. Zum Schluss folgt mit dem Klavierquartett op. 25 von Brahms ein romantisches Meisterwerk, das im berühmten, zigeunerisch-wilden Rondo alla Zingarese gipfelt.
Schlosskonzert auf dem Arenenberg
Die geschichtsträchtigen Salons von Königin Hortense auf Schloss Arenenberg bieten erneut den Rahmen für ein stimmungsvolles Schlosskonzert. Das Quatuor Byron spielt das beseelte Streichquartett von Fanny Mendelssohn, das vom Genie der älteren Schwester von Felix zeugt. Einen witzigen Kontrast dazu bildet Stravinskys Tango. Das abschliessende Streichquartett mit dem Beinamen „Der Tod und das Mädchen“ von Franz Schubert ist zu Recht eines der beliebtesten Werke für diese Besetzung.

Die Formation "Quatuor Byron" konzertiert auf Schloss Arenenberg.
Junge Schweizer Talente
Eine Matinee im Rhyneggsaal des alterwürdigen Hotels Drachenburg & Waaghaus in Gottlieben bildet den gediegenen Rahmen für eine Matinee mit jungen Schweizer Talenten. Damit führt das Festival Kammermusik Bodensee seine Tradition zur Förderung des Nachwuchses weiter. Nach dem Konzert besteht die Möglichkeit, ein dreigängiges Konzertmenu zu geniessen. (red)
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