von Inka Grabowsky, 27.03.2015
Infotainment auf Arenenberg

Das Kompetenzzentrum für napoleonische und mittelalterliche Geschichte des Schlosses Arenenberg stellt alle zwei Monate Forschungsergebnisse vor. Der Auftakt über Fürst Pückler lockte viele Besucher.
Inka Grabowsky
Die Vortragskünste von Dominik Gügel, Direktor des Napoleonmuseums, haben sich herumgesprochen. Beim Auftakt zur Reihe „Arenenberger Entdeckungen“ ist sogar jeder Notsitz belegt. Der Historiker enttäuscht sein Publikum nicht: Neben Daten und Fakten lernt man bei ihm die wirklich wichtigen Dinge über Fürst Pückler: Er war Frauenheld, hatte sich im Orient eine Sklavin als Mitbringsel gekauft, verschlief als Offizier auch mal eine Schlacht und war das Vorbild für die Figur des Barons von Münchhausen.
Zugang zum „Parkophilen“
Vor allem aber verstehen die Zuhörer, wie sich der „Parkophile“ und zum „Parkomanen“ entwickelt hat. Aufgrund seiner „Andeutungen über Landschaftsgärtnerei“ wurde der Park von Schloss Arenenberg gestaltet. Pückler hatte ein Exemplar seines Buches dem späteren Napoleon III. geschenkt. Er war weitläufig mit ihm verwandt und oft Gast im Schloss.

Landschaftsplaner Fürst Pückler auf der Suche nach den perfekten Ausblicken. (Bilder: Arte)
Die „Pückler-Eiche“ im Schlosspark werden die Besucher künftig mit anderen Augen betrachten. Nur eines konnte der Historiker nicht klären: Warum die Glacé-Spezialität ausgerechnet „Fürst Pückler“ heisst, ist in keiner Quelle erwähnt.
Nächster Vortrag zu Waterloo
Der nächste Vortrag im Cinèma hinter dem Museumsshop wird sich mit den Befreiungskriegen und der Schlacht bei Waterloo befassen (Datum wird noch bekanntgegeben). Eine Vorführung des auf dem Arenenberg gedrehten Films über Fürst Pückler kann man am 1. April geniessen.

Pückler auf der Arenenberger Schlossterrasse.
***
Mehr zum Thema:
Pückler auf Arenenberg - thurgaukultur.ch vom 24.02.2015

Von Inka Grabowsky
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