Seite vorlesen

von arttv, 02.03.2021

Die Möglichkeitsstadt

Die Möglichkeitsstadt
Aus Alex Hanimanns «Conversation Piece»: Eine der Arbeiten, die in der aktuellen Ausstellung im Kunstmuseum St. Gallen zu sehen ist. | © arttv.ch

Wiedereröffnet: Das Kunstmuseum St.Gallen mit der Ausstellung «Città irreale». Kunst-Objekte werden zu Reflexionsräumen einer Stadt, die es nicht gibt, aber geben könnte. (Lesedauer: ca. 2 Minuten)

Es ist eine ungewöhnliche, spartenübergreifende Koproduktion des Theater St.Gallen mit dem Kunstmuseum: In der Ausstellung «Città irreale» sind raumgreifende und skulpturale Arbeiten aus den Beständen des Kunstmuseums zu sehen, die zum Teil begehbar sind und sich auf einen sozialen Kontext beziehen. In dem gleichnamigen Audiowalk können Besucher*innen der Ausstellung über Kopfhörer erleben, wie diese Landschaft vergangener Utopien und Dystopien zu neuem, fiktivem Leben erwacht.  

Jetzt das komplette Video ansehen

Raumgreifende Installationen

Die ausgestellten architektonischen Module reichen von elementaren Behausungen (Büchel, Masüger) über Aspekte der globalen Mobilität (Gramsma) bis zum Environment aus Objekten der alltäglichen Dingwelt (Stockholder). Nina Beiers metallene Sockelobjekte von bestehenden Reiterdenkmälern verweisen auf den Diskurs über die Bedeutung des Denkmals im Stadtraum. Alex Hanimanns lebensgrosses Figurenensemble «Conversation Piece», das fünf junge Menschen in typischen Posen der Generation Z darstellt, wird die Ausstellung ins Foyer und die Aula der Ostschweizer Fachhochschule hinaustragen.

Audiowalk des Theaters St.Gallen

Gleichzeitig bieten die skulpturalen Werke in der Kunstzone dem Schauspiel des Theater St.Gallen einen inspirierenden Ort für eine ungewöhnliche Kooperation mit dem Kunstmuseum. Ausgehend von den Problemen, die uns in Zeiten der Pandemie beschäftigen, stellen sich Fragen nach den Auswirkungen auf das gesellschaftliche Zusammenleben. In einem theatralen Audiowalk werden die Kunstwerke zu akustisch belebten Schauplätzen und Lebensräumen imaginierter Bürger*innen einer ‹città irreale›, einer Stadt, die es nicht gibt, aber geben könnte.

Termine: Die Ausstellung bleibt noch bis zum 8. August 2021 zu sehen. Details: https://www.kunstmuseumsg.ch/citta-irreale/

Kommentare werden geladen...

Von arttv

Kommt vor in diesen Ressorts

  • Kunst

Kommt vor in diesen Interessen

  • arttv.ch
  • Bildende Künste
  • Fotografie
  • Architektur

Werbung

Gesucht per Herbst 2026: Geschäftsführung 20-30%

Das GENERATIONS steht für aktuellen Jazz, internationale Vernetzung und die nachhaltige Förderung junger Musiker.

Programmleiter:in (30%)

Das Literaturhaus Thurgau am Seerhein in Gottlieben sucht per 1. Januar 2027 eine verantwortliche Person für die Programmleitung. Bewerbung: bis 30. September 2026.

Ähnliche Beiträge

Kunst

Diese entsetzliche Lücke

Licht, Architektur, Gesellschaft: Asi Föcker und Anne Gathmann legen im Shed des Eisenwerks rätselhaft-kunstvolle Spuren zur Deutung unserer Zeit. mehr

Kunst

Ein Maler wie kaum ein anderer

Ein Zufall sorgte vor über 50 Jahren dafür, dass Willi Oertig Künstler wurde. Seine Werke waren so beliebt, dass er seine Familie davon ernähren konnte. Nun ist er im Alter von 79 Jahren gestorben. mehr

Bühne

Musik

Kunst

Kulturpolitik

Mehr Struktur, mehr Programm: Wie sich das Eisenwerk professionalisiert

Mit dem sanierten Saal wächst das Frauenfelder Kulturhaus: Bis zu 600 Gäste sind nun möglich, zugleich steigen die Anforderungen. Das Ehrenamt soll trotzdem zentral bleiben im Betrieb. mehr

Werbung

Werbung