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06.04.2011

Der schiefe Turm von Steckborn

Der schiefe Turm von Steckborn

Eine Petition und 14 Einsprachen richten sich gegen das Neubauprojekt Turmhof in Steckborn. Der Hauptvorwurf: mangelnde Information. Der Gegenvorwurf: mangelndes Interesse. Was ist da schief gelaufen?
Heimatliebe gegen Moderne. „Wir lieben den Turmhof“, sagen die einen und wittern „Korruption“. Die andern planen –„transparent“ – ein Kulturzentrum, das in die Zukunft und über das Dorf hinaus strahlen soll. Was ist da schief gelaufen?

Ich schlage vor: redet mitenand! Denn, so oder so, schiefe Türme brauchen Pflege.
Und schlagen Sie Lösungen vor, wenn Sie wissen, wie Schieflagen am besten zu beheben sind, liebe Leserin, lieber Leser. Vielleicht braucht es ja nur ein wenig Mediation.

2 Kommentare

Werner Völker | 10.04.2011, 11.53 Uhr
Der Turm ist sicherlich nicht schief. Schief ist die Lage der Stiftungsratsmitglieder, die sich um die Meinung der Bevölkerung keinen Deut gekümmert haben. Sieht so aus, als ob ihr Prestigeprojekt an der Volksmeinung gescheitert ist. Recht so!
Ursprünglich war die Rede von der Sanierung des Turmhofes und der Sicherung des Weiterbestehens des Heimatmuseums. Was ist davon übrig geblieben?? Ein Ansammlung schwer saniersbedürftiger Gebäude!
Schade, schade! Für wen?? Letztendlich für die Steckborner selber.
Bitte einen Neuanfang ohne die bisherigen Stiftungsratsmitglieder und eine Konzentration auf den Turmhof. Eben, der Name sagt’s einem doch.


Albert Gräflein | 13.04.2011, 15.30 Uhr
zum Turmhof bzw. zu den Bauvorhaben und zur “Stiftung”:
Möchte der Stiftungsrat noch einen Rest seiner Achtung bewahren und zeigen, ob ihm der Turmhof am Herzen liegt, gibt es nur folgende Möglichkeit:
1. Bauprojekt sofort zurück ziehen und Neuplanung auf unbestimmte Zeit verschieben
2. sich mit den Kritikern an einen Tisch setzen und über die Zusammensetzung des Rates diskutieren (Rechnung offen legen; Budget; Ziele)
3. Den Turmhof als Gebäude ausschliesslich der Öffentlichkeit zur Verfügung halten (Museum statt Wohnungen); die Wohnungen haben in den übrigen Gebäuden Platz.
4. Gesamtkonzept neu überarbeiten: Kultur und Begegnung ja, aber in beschaulichem Rahmen.
Es sind nicht die “Kritiker”, die das “Turmhofproblem” heraufbeschworen haben. Diese Sache ist von Anfang an krumm gewachsen. Wir haben nur den Bremshebel gezogen, bevor die Angelegenheit eskaliert und sich die Verantwortlichen “aus dem Staub” machen.

 

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