von Michael Lünstroth・Redaktionsleiter, 01.12.2017
Aschenbrödel auf schweizerisch

„Gotthelf - das Musical“ wurde 2011 bei den Thuner Seefestspielen uraufgeführt. Jetzt wagt sich ein ambitioniertes Projekt um Florian Rexer und Stefan Roth in Kreuzlingen an eine Neuauflage
Mitten in Kreuzlingen entsteht gerade ein aussergewöhnliches Projekt: „Gotthelf - das Musical“ soll an 7 Abenden im Dezember auf die Bühne des Dreispitz kommen. Um das Vorhaben zu realisieren, wurde eigens ein Verein gegründet, der Verein Symphonische Kulturevents. Präsidentin ist Michéle Bongetta, Ziel des Vereins ist es, „die anspruchsvolle Musik des Symphonischen Blasorchesters Kreuzlingen in einem spartenübergreifenden Kontext präsentieren zu können“, wie es in den Unterlagen zum Projekt heisst. Das Kreuzlinger Orchester soll also stärker ins Schaufenster gestellt werden. Dafür proben die Musiker seit Wochen intensiv an dem Stück.
Worum geht es in „Gotthelf“? Das Musical basiert auf dem Roman „Die Käserei in der Vehfreude“ von Jeremias Gotthelf. Es sei vor allem „eine Liebesgeschichte, nach dem uralten Märchenschema von Aschenbrödel“, schreiben die Macher. Daneben gibt es aber auch noch eine weitere Geschichte, jene eines Bauerndorfes, das hoch hinaus will, sich eine eigene Käserei baut und dabei korrupt wird. Der Text des Musicals stammt von Charles Lewinsky. Markus Schönholzer, ein in New York geborener Schweizer Komponist, hat die Musik dazu geschrieben.
Regisseur des Projektes ist Florian Rexer, die musikalische Leitung liegt bei Stefan Roth.
Video: Was Regisseur Florian Rexer an dem Stoff gereizt hat und wie das Orchester probt, können Sie im Video hören und sehen.
Termine: Premiere von „Gotthelf - das Musical“ ist am 14. Dezember. Weitere Aufführungen gibt es am 15./16./19./20./30. und 31. Dezember im Kreuzlinger Dreispitz. Tickets kosten zwischen 51 und 78 Franken. Logenplätze kosten jeweils 90 Franken. Reservationen: www.gotthelf-musical.ch

Stimmkräftig: Die Sänger und Sängerinnen des Ensembles bei den Proben zu "Gotthelf - das Musical". Bild: Michael Lünstroth

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