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05.08.2010

50 Jahre Historisches Museum Thurgau im Schloss Frauenfeld

50 Jahre Historisches Museum Thurgau im Schloss Frauenfeld
Fanfaren: Mit einem Festakt wurde vor 50 Jahren das Historische Museum Thurgau im Schloss Frauenfeld eröffnet. | © id

5. September 2010: In genau einem Monat ist es soweit, das Historische Museum Thurgau im Schloss Frauenfeld wird 50 Jahre alt. Das Museum hat für diesen Tag ein Sonderprogramm zusammengestellt und freut sich auf viel Publikum.

5. September 1960: Der Kanton Thurgau feierte seine 500-jährige Zugehörigkeit zur Eidgenossenschaft. Alle erhielten vom Kanton ein einmaliges Geschenk, nämlich das Historische Museum Thurgau. Im neu hergerichteten Schloss Frauenfeld wird seitdem Geschichte öffentlich dargestellt.

Das Sammeln beginnt: Eigentlich fängt die Geschichte der Sammlung des Historischen Museums Thurgau gut ein Jahrhundert früher an. 1848 übernahm der Kanton Thurgau Kulturgüter aus den aufgehobenen Klöstern, wenig später startete der Historische Verein des Kantons Thurgau seine Sammeltätigkeit. Diese Sammlung ging 1917 an die Thurgauische Museums-Gesellschaft über und 1958 an den Kanton.

Eine prächtige Hülle: Präsentieren konnte der Kanton die Sammlung nun endlich grosszügig, denn er hatte von der letzten privaten Besitzerin Marie Bachmann das Schloss Frauenfeld als Schenkung erhalten. Zwei Jahre dauerte es bis die Umbau- und Sanierungsarbeiten durchgeführt und die Dauerausstellung eingerichtet waren. Die Vorbereitungen dazu dauerten jedoch einige Jahre länger. Die Ausstellung sollte einen «Überblick über die Haus- und Wohnkultur und das künstlerische und kunstgewerbliche Schaffen an ausgewählten, seltenen Sammlungsstücken geben».

50 Jahre später: Das Museumsfest stellt am 5. September 2010 das Schloss und das Museum darin in den Mittelpunkt: Wie lebte es sich wohl in einem Turm, der nur über Leitern erreichbar war? Wie steigerte sich der dortige Wohnkomfort über die Jahrhunderte? Womit ernährten sich die Menschen früher und welche Gegenstände wurden dazu verwendet? Was waren die Gedanken der damaligen Ausstellungsmacher? Antworten auf diese Fragen geben die diversen Führungen. Während Erwachsene an einer Führung teilnehmen, läuft ein Spezialprogramm für Kinder. Gemeinsam hören Gross und Klein dem Minnesänger Christoffel vom Hengstacker zu oder lösen zusammen das Suchspiel. Zehn Objekte aus der Zeit nach 1960 gilt es in der Dauerausstellung aufzuspüren. Kulinarische Klassiker aus der Zeit von um 1960 bietet an diesem Sonntag die benachbarte «Bürgerstube» an.

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