07.05.2020
Visarte schreibt Corona-Preis aus

Wie geht Kunstproduktion in Ausnahmezeiten wie diesen? Visarte Schweiz schreibt mit weiteren Partnern einen neuen Preis aus. Die Werke sollen Bezug nehmen auf die aktuelle Krisensituation.
Das Corona-Virus stellt unser Leben in einer unvorstellbaren Weise auf den Kopf. Ein Ende der Ausnahmesituation ist nicht absehbar, und selbst wenn die kulturellen, sozialen und wirtschaftlichen Einschränkungen gelockert werden, wird die Welt danach nicht mehr dieselbe sein.
«Und was macht die Kunst in dieser herausfordernden Zeit?», fragt Visarte Schweiz in einer Medienmitteilung. Gemeinsam mit «die zukunft kuratieren», unterstützt durch die Stiftung Kulturfonds von ProLitteris fordert die Künstlerinnen und Künstler auf, darauf eine Antwort zu geben.
Gesucht: Künstlerische Dokumente der Corona-Krise
Der so genannte «Visarte Corona Call» bezweckt, so die Medienmitteilung, «die Kunstproduktion in der Akutzeit der Pandemie anzuregen und künstlerische «Dokumente» der Corona-Krise in einer öffentlich zugänglichen Datenbank zusammenzutragen.» Gefragt seien demnach Werke der Bildenden Kunst, die Bezug auf die aktuelle Krisensituation nehmen und einen Beitrag zur Reflexion über Bedingungen und Befindlichkeiten einer bislang nicht erlebten Ausnahmezeit leisten.
Die Mitwirkung stehe allen professionellen Kunstschaffenden mit Schweizer Bezug offen, heisst es weiter. Die Eingabefrist endet am 1. Juli 2020.
Eine Fachjury begutachtet und bewertet die Beiträge. Ihr steht ein Preisgeld von maximal 24'000 Franken zur freien Vergabe zur Verfügung. Die Möglichkeit weiterer Vermittlung der Resultate des Calls, zum Beispiel in Ausstellungen, sei angedacht und werde im Zuge des Jurierungsprozesses weiterentwickelt, teilen die Ausschreibenden mit.
Links: Mehr Infos zum Wettbewerb gibt es auf der Website https://corona-call.visarte.ch/ Direkt zu den Ausschreibungsmodalitäten geht es hier.
Die Initianten und die Jury
In der Jury des Wettbewerbs sitzen: Tobia Bezzola (Direktor des Museo d'arte della Svizzera italiana, Lugano), Peter Fischer (Freier Kurator, Mitinitiant von «die zukunft kuratieren», Hitzkirch LU), Antonia Nessi (Co-Direktorin und Kuratorin Musée d’art et d’histoire Neuchâtel), Maya Rochat (Künstlerin, Lausanne), Una Szeemann (Künstlerin, Zürich) und Christoph Doswald (Vorsitz der Jury, Freier Kurator/Vorsitz AG KiöR, Mitglied Zentralvorstand Visarte Schweiz, Zürich)
Visarte ist der Berufsverband der visuell schaffenden Künstlerinnen und Künstler in der Schweiz. Er vertritt ihre Interessen auf politischer und gesellschaftlicher Ebene. Visarte setzt sich für gute Rahmenbedingungen im Zusammenhang mit dem künstlerischen Schaffen ein und berät Künstlerinnen und Künstler. Visarte ist massgebend beteiligt an der Entwicklung von Kulturstrategien und kämpft für deren Umsetzung.
«die zukunft kuratieren» heisst eine von Peter Fischer, Brigitt Bürgi und Andreas Weber im April 2020 lancierte Webplattform. Sie bringt Kunstschaffende, Kunstvermittelnde und weitere Ansprechspersonen aus angrenzenden wie auch anderen Disziplinen zusammen, damit gemeinsam neue Werke und Vermittlungsformate entwickelt werden können, und zwar im Rahmen von partizipativen und interdisziplinären offenen Prozessen. Das bewusste Arbeiten an der Schnittstelle von Kunst und Öffentlichkeit soll letztendlich der gesellschaftlichen Relevanz von Kunst mehr Sichtbarkeit verleihen. Siehe: https://diezukunftkuratieren.ch/ ,
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