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14.06.2019

Sechs Gemeinden, eine Stadt

Sechs Gemeinden, eine Stadt
Die Autorin und die Autoren des Buches «Stadtvereinigung Frauenfeld 1919» (von links) Angelus Hux, Andrea Hofmann Kolb, Thomas Pallmann und Stephan Heuscher. | © Armin Krattiger, Fotoclub Frauenfeld

Am 1. Juni 1919 schlossen sich nach langjährigen, zähen Verhandlungen sechs Ortsgemeinden zur Einheitsgemeinde Frauenfeld zusammen. Daran erinnert die Stadt jetzt auch mit der neuen Festschrift «Stadtvereinigung Frauenfeld 1919». Autoren sind Stephan Heuscher, Andrea Hofmann Kolb, Angelus Hux und Thomas Pallmann. 

Bis 1919 bestand Frauenfeld aus den sechs Ortsgemeinden Kurzdorf, Langdorf, Huben, Herten, Horgenbach und Frauenfeld. Diese bildeten zusammen die Munizipalgemeinde Frauenfeld. Am 1. Juni 1919 vereinigten sich die Orte zur Einheitsgemeinde Frauenfeld. «Dies war für die Stadt ein grosser Schritt und darf im Rückblick ohne Einschränkung als Erfolgsgeschichte bezeichnet werden», heisst es in einer Medienmitteilung der Stadt Frauenfeld. Anlass dafür ist ein neues Buch, das sich mit eben jener Vereinigung-Geschichte auseinandersetzt. Im Buch «Stadtvereinigung Frauenfeld 1919» beschreibt das Autorenteam unter der Leitung von Stadtarchivar Stephan Heuscher detailliert die politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Gegebenheiten dieser bewegten Zeit, die von einem Bankenskandal, dem ersten Weltkrieg, dem Landesstreik und der Spanischen Grippe geprägt war. 

Der Aufbau der Festschrift bestehe aus vier längeren Hauptkapiteln sowie zwanzig kurzen Blickpunkttexten, so die Medienmitteilung weiter. Der erste Haupttext arbeite die Gründe für die Stadtvereinigung aus zeitgenössischer Sicht heraus. Ausserdem stelle er die schwierigen gesellschaftlichen und politischen Verhältnisse dar, vor deren Hintergrund die Fusionsverhandlungen stattfanden. Thema des zweiten Haupttextes seien die politischen Prozesse selbst, die letztendlich die Vereinigung ermöglichten. Es werde aufgezeigt, wie viel Einfühlungsvermögen und kommunikatives Geschick von Seiten der Ortsbehörden nötig war, um alle Interessen unter einen Hut zu bringen. Der dritte und der vierte Haupttext schliesslich stelle die Stadtvereinigung aus der Sicht der Bürgergemeinde beziehunsgweise der Schulgemeinde dar. Die Blickpunkte bieten Gelegenheit, wichtige, originelle oder bisher wenig beachtete Themen zu behandeln. 

Das Buch kann ab sofort in den Buchhandlungen Sax und Orell Füssli sowie beim Genius Media Verlag bezogen werden.  

 

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