11.10.2018
Rütimann gewinnt Kunst-am-Bau-Wettbewerb in Wil

Der im Thurgau lebende Christoph Rütimann gehört zu bedeutendsten Schweizer Kunstschaffenden seiner Generation. Er ist der Gewinner des international ausgeschriebenen Wettbewerbs für Kunst am Bau im Sportpark Bergholz. Das erklärte die Stadt Wil in einer Medienmitteilung. Das aussergewöhnliche Objekt wurde demnach am 10. Oktober in einer öffentlichen Zeremonie feierlich eingeweiht.
Ziel des Wettbewerbs war es laut Medienmitteilung, einen künstlerischen Bezug zum Thema des Sportparks und seiner Architektur herzustellen. In einer ersten Runde seien 56 Eingaben von Kunstschaffenden aus der Schweiz, Österreich und Deutschland eingegangen. Davon lud die Jury sechs Kunstschaffende zur Ausarbeitung ihrer künstlerischen Intervention ein. «Christoph Rütimann überzeugte mit seinem Werkbeitrag «Handlauf Sportpark Bergholz». Das Siegerprojekt bildet eine spannende Verbindung zwischen den funktionalen Bauten, sozialen Aspekten und dem topografischen Umfeld», heisst es in der Medienmitteilung. Der Schlussbericht der Jury ist öffentlich. Die Stadt Wil hat ihn auf ihrer Internetseite zur Verfügung gestellt.
Auf der Plattform zwischen dem Hallenbad- und dem Eishallenkubus münden zwei Handläufe in Video-Screens. Kurze Clips mit «Handläufen» bieten überraschende Einblicke in Architekturelemente, Energiekreisläufe oder auch Sportbewegungen. Die Installation ist von vielen Standorten auf der Sportanlage aus wahrnehmbar und jederzeit öffentlich zugänglich.
Multimediakünstler Christoph Rütimann
Der 1955 geborene Rütimann ist ein vielbeachteter Künstler, der bereits mehrfach für sein Schaffen ausgezeichnet wurde. Er vertrat an der 45. Biennale di Venezia die Schweiz mit einer spektakulären Installation. Sein Arbeitsspektrum ist breit und reicht von Klang-, Text-, Foto- und Videoarbeiten bis hin zu klassischen Ausdrucksmitteln wie Zeichnung, Malerei und Skulptur. Seine Werke sind in verschiedenen Schweizer und europäischen Museen und an unterschiedlichen Bauten zu sehen.
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