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05.03.2018

Rachel Lumsden erhält Konstanzer Kunstpreis

Rachel Lumsden erhält Konstanzer Kunstpreis
Die bildende Künstlerin Rachel Lumsden | © www.rachel-lumsden.info

Sie lebt und arbeitet seit vielen Jahren zwischen St. Gallen und Arbon: Jetzt bekommt die Malerin Rachel Lumsden den Kunstpreis der Stadt Konstanz.

Die Britin Rachel Lumsden ist im Thurgau keine Unbekannte: Regelmässig zeigt sie Ausstellungen (zuletzt unter anderem in der Galerie Bleisch in Arbon oder im Kunstraum Kreuzlingen), 2016 erhielt sie den mit 25 000 Franken dotierten Förderbeitrag des Kantons für ihr künstlerisches Schaffen. Nun wird sie auch in Deutschland ausgezeichnet: "Die Künstlerin Rachel Lumsden erhält den diesjährigen Konstanzer Kunstpreis", heisst es in einer am Montagmorgen versandten E-Mail des Konstanzer Kulturamts.

Rachel Lumsden, 1968 in Newcastle-Upon-Tyne GB geboren, lebt und arbeitet in St.Gallen und Arbon. Sie studierte an der Nottingham Trent University (BA) und den Royal Academy  Schools, London (MA). Sie ist Dozentin an der Hochschule für Design & Kunst in Luzern.

Rachel Lumsdens Hauptmedium ist die grossformatige Malerei, "die sich im Spannungsfeld zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion sowie zwischen dem Bildinhalt und dem Malakt selbst entfaltet", heisst es in der Medienmitteilung. Ihre Motive findet sie im Alltäglichen, das jedoch in einer oft surreal wirkenden Verfremdung erscheint. Mit der Mehrdeutigkeit der Inhalte korrespondiert die Vielschichtigkeit des Malaktes. Ihre Bilder werden in einem mehrschichtigen Prozess entwickelt, der ein tiefes Verständnis für die Eigenheiten und Qualitäten des Materials voraussetzt und sichtbar macht.

Der Preis, der alle zwei Jahre vom Kunstverein Konstanz e.V. und der Stadt Konstanz vergeben wird, ist mit 8000 Euro dotiert und geht mit einer Ausstellung im Kunstverein Konstanz einher. Seit 1979 wird er an Künstler und Künstlerinnen verliehen, die im deutsch-sprachigen Bodenseeraum geboren oder beheimatet sind, hier längere Zeit künstlerisch tätig waren oder der Bodenseelandschaft in ihrem Werk eine bevorzugte Stellung einräumen.

Die Jury setzt sich zusammen aus Vertretern diverser Kulturinstitutionen aus Deutschland, Österreich, Liechtenstein und der Schweiz. (tgk)

Mehr zu den Arbeiten von Rachel Lumsden: http://www.rachel-lumsden.info  

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