16.03.2013
Lobgesang auf eine kleine Stadt

Steckborn ist keine Metropole, aber 700 Jahre alt. Das will gefeiert werden! Ein Höhepunkt ist das Festkonzert, das seinen Namen verdient.
„Steckborn feiert, Musik findet statt“, sagt Maya Willi, die Präsidentin des Chors der Evangelischen Kirchgemeinde (an der Hauptprobe am 15. März). Und sie lobt Martin Weber, der trotz Fussoperationen zum anderthalbstündigen Konzert das Dirigentenpodest besteigt. Dankbar sei sie aber auch für den grossen Einsatz aller. Das meint am Samstag dann auch Dagmar Diener, die Präsidentin der Evangelischen KIrchgemeinde. Tatsächlich war das Festkonzert eine Gewaltsanstrengung. Ein Jahr lang wurde geübt, um den 76-köpfigen Chor und das 46-köpfige Orchester in Einklang zu bringen. Unterstützt durch die gute Akustik im Kirchenraum, kommt er denn auch wunderbar zum Tragen.
Einfach ist dieses Konzert nicht zu spielen und trotzdem gibt es ergreifgende Passagen - im Magnificat von Baldassare Galuppi, in der Romanze Nr. 2 in F-Dur von Beethoven und in der Messe D-Dur, op.86, von Dvořák. Hinter den Werken sind die ausführenden Menschen zu spüren und ihre grosse Anstrengung zum gemeinsamen Beitrag für ihre Stadt. Zum Erfolg tragen auch die Solisten bei (Alea Schaub, Aline Camenzind, Daniel Hegland, Walter Rüegsegger) und natürlich der Orchesterleiter und Sologeiger Erich Meili. (ho)

