28.01.2016
Im Rampenlicht

Der Thurgau ist Gastkanton an der diesjährigen Künstlerbörse in Thun Mitte April. Rund 30 Thurgauer Künstlerinnen und Künstler werden bei 11 Auftritten zeigen, wie vielseitig das professionelle Bühnenschaffen des Kantons im Kleinkunstbereich ist.
"Der Thurgau performt!“ Unter diesem Titel bietet der Kanton Thurgau an der Künstlerbörse 2016 einen besonderen Einblick ins Werk seiner Künstlerinnen und Künstler. Die Auswahl der Produktionen ist sehr breit und reicht vom Theater für Kinder und Jugendliche über Kabarett bis hin zur Musik mit fetten Beats. Den Schwerpunkt legt der Kanton auf Poetry Slam. Nicht nur einige national bekannte Slammer stammen aus dem Thurgau, auch Youngsters der Szene haben ihre Wurzeln dort.
Poetry Slam und Vernetzung
„An erster Stelle steht für uns die Vernetzung der Künstler vor Ort. Die Künstlerbörse ist eine einmalige Chance, sich und das eigene Programm zu präsentieren vor einer grossen Anzahl an Veranstaltern – das wir unseren Thurgauer Künstlern diese Chance bieten können und sie durch unsere Gastkantonrolle etwas mehr ins Rampenlicht rücken ist wunderbar“, sagt Simon Hungerbühler, Projektkoordinator.
Mit dem Schwerpunkt Poetry Slam schlägt das Projektteam des Gastkantons zwei Fliegen mit einer Klappe: „Wir sind dankbar für die Gelegenheit, unseren Künstlerinnen und Künstlern eine so wichtige Plattform zur Präsentation ihres Könnens zu bieten“, freut sich die Leiterin des Kulturamts Thurgau, Martha Monstein. „Gleichzeitig sind wir stolz, zum Programm der Künstlerbörse hervorragende Auftritte aus einem Segment der Kleinkunst beisteuern zu können, das die vergangenen Jahre an der Börse wenig vertreten war. Und dies obwohl Slam Poetry gerade beim jungen Publikum sehr beliebt ist.“
11 Auftritte in vier Tagen
Der Auftritt des Thurgaus umfasst neben dem Bühnenprogramm mit total 11 Auftritten einen Messestand im Ausstellungsbereich der Künstlerbörse, die vom 14. bis 17. April 2016 in Thun stattfindet. Im Rahmen eines offiziellen Apéros am Freitagabend, der von Regierungsrätin Monika Knill eröffnet wird, erhalten die Künstlerinnen und Künstler die Gelegenheit, sich auf ungezwungene Weise mit den Veranstalterinnen und Veranstaltern auszutauschen und, so die Hoffnung des Projektteams des Gastkanton-Auftrittes, das eine oder andere zusätzliche Engagement zu erlangen.
Thun ist für solche Absichten der richtige Ort. Die Künstlerbörse, die von der KTV ATP, der Vereinigung KünstlerInnen – Theater – VeranstalterInnen, organisiert wird, hat sich seit der ersten Durchführung 1975 als wichtigste Schweizer Veranstaltung im Kleinkunstbereich etabliert. Jedes Jahr bewerben sich über 300 Einzelkünstlerinnen und Einzelkünstler, Theatertruppen und Bands für die beschränkte Zahl an Auftrittsplätzen.
Dass diese so begehrt sind, erklärt sich nicht zuletzt aus der Tatsache, dass die Künstlerbörse der bevorzugte Ort für Veranstalterinnen und Veranstalter der Schweizer Kleinkunstszene ist, um sich Künstler für ihre kommenden Spielzeiten zu sichern. 2015 waren 670 Vertreterinnen und Vertreter von Veranstaltern an der KTV-Börse anwesend, also der grösste Teil der Schweizer Kleinkunstszene. (PD/pba)
Die Zusammensetzung der Thurgauer Delegation wird Mitte Februar bekannt gegeben.
Mehr Infos zur Künstlerbörse auf der offiziellen Website.
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