von Anschi Inauen, 16.04.2016
Sonne für Musik aus dem Thurgau

Pünktlich zum ersten Konzert im Thurgau-Block brach die Sonne durch die Wolkendecke und lockte das Publikum zahlreich nach draussen. Neugierig gemacht durch die ersten Takte strömten immer mehr Zuschauer herbei, ein würdiger Auftakt für den Konzert-Block des Gastkantons Thurgau.
So war denn auch das erste Konzert des Thurgauer-Auftrittsblock von Šuma Čovjek gut besucht. Die neunköpfige Balkan-Combo vermochte mit ihren mitreissenden Liedern so manches Bein zum Zucken zu bringen, ihre Weltmusik in verschiedenen Sprachen berührt und steckt an, fast wähnt man sich an einem serbisches Dorffest, und dies mitten in Thun.

Šuma Čovjek
A Little Green, eine Irish Folk-Band und gemäss Leadsänger Giuseppe Spina „erste und letzte Boy-Band aus dem Thurgau“ führten weiter, womit Šuma Čovjek ihr Konzert beendet hatten, auch bei ihnen blieb kaum ein Tanzbein ruhig. Ihr Repetoire umfasst Irish Tunes, süditalienische Canzoni und bretonische Chansons.

A Little Green
The Legacy wagten ein spezielles Experiment. Die Live-Hip Hop-Backing-Band forderte die Zuschauer auf, ebenfalls ein Teil ihres Projekts zu werden und riefen spontane SängerInnen, RapperInnen und bühnenfreudige Zuschauer auf die Bühne. Dieser Aufforderung wurde sofort nachgegangen. Irene Mazza (Singer-Songwriterin) wagte sich als erste auf die Bühne, gefolgt von Giuseppe Spina von A Little Green, der in einem irrsinnigen Tempo auf Italienisch rappte. Der Steckborner Nico aka Dunk'N'Izeo folgte zum Schluss. Rap im Thurgauer Dialekt funktioniert also auch und zwar bestens!
Der Andrang am Gastkanton-Thurgau-Stand war nach den Konzerten entsprechend gross. Viele der Musiker liessen sich von Illustratorin Rina Jost porträtieren, nachdem sie bereits unbemerkt während des Konzertes auf der Bühne abgezeichnet worden waren.

A Little Green Live

The Legacy Live

Illustrationen: Rina Jost
Fotos: Caro Gammentaler
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