11.12.2015
Abwechslungsreiches Programm mit viel Musik

Das Kreuzlinger Theater an der Grenze bietet von Januar bis April für jeden etwas.
Musik-Kabarett nimmt in dieser Saison einen prominenten Platz auf der kleinen Bühne in der Kreuzlinger Innenstadt ein. Zum Auftakt am 23. Januar singt und spielt der Kabarettist und Pianist Marco Tschirpke sein Programm „Am Pult der Zeit“, bevor im Februar das Theater an der Grenze zur Spielstätte des KIK-Festivals wird. „Kabarett in Kreuzlingen“ kommt insgesamt mit vier Musik-Kabarett-Events an die Hauptstrasse 55a. „Wir schliessen uns diesem Schwerpunkt insofern an, als dass wir als Ergänzung das österreichische Duo Christoph & Lollo eingeladen haben“, so Birgit Auwärter aus dem Programmleitungs-Team. Die beiden Träger des Salzburger Stiers 2015 stellen am 18. März ihr Programm „Das ist Rock’n’Roll“ vor, das bei weitem nicht nur Rock enthält, sondern vielmehr musikalische Mini-Reportagen zum Mitsingen. „Der beissende Humor und die detailverliebten Texte sind einfach unverzichtbar“, meint Auwärter.
Starke Frauen
Ebenfalls aus Österreich kommt die Clownin Tanja Simma alias „Anna de Lirium“. Am 11. März spielt sie unter der Regie von Jango Edwards die One-Woman-Show „The Substitute“. „Sie erzählt mit Musik, Pantomime, Tanz und Gesang die Geschichte einer Frau, die ihre wahre Berufung sucht“, so Auwärter. „Das ist sowohl komisch als auch herzzerreissend.“
Einen besonderen Leckerbissen serviert das Theater an der Grenze am 6. März: Anet Corti kommt mit der Vorpremiere ihres neuen Programms. Die Schweizer Komödiantin und Kabarettistin wird sich in Mundart mit Leistungsdruck und Egomanie auseinandersetzen. Während den Zuschauern hier das eine oder andere Mal das Lachen im Halse stecke bleiben dürfte, erwarten die Theatermacher beim Auftritt von Saskia Kästner in ihrer Rolle als „Schwester Cordula“ uneingeschränktes Vergnügen. „Sowohl Anet Corti wie auch Saskia Kästner sind vor einem Jahr schon mal bei uns aufgetreten und haben das Publikum begeistert“, sagt Simon Hungerbühler, der zweite Programmleiter. „Schwester Cordula beschäftigt sich dieses Mal nicht mehr mit Arzt-sondern mit Mutti-Romanen. Sie lässt aber wieder kein Klischee aus. Das wird grossartig werden.“
Kinderprogramm
Im Rahmen der Kooperation mit den „Theaterblitzen“, der Jugendreihe des Thurgauer Theaters Bilitz, kommen auch in der kommenden Spielzeit die Kinder wieder zu ihrem Recht. Zunächst gibt es am 17. Februar das Puppenspiel „Pitschi“ nach dem Kinderbuch von Hans Fischer. Danach kommt am 20. April das „Theater Katerland“ mit dem Stück „Neue Mama gesucht“. Die Aufführungen wenden sich an Kinder ab vier Jahren. Simon Hungerbühler erklärt: „Beide dauern jeweils rund eine Dreiviertelstunde, um die Aufmerksamkeitsspanne der Kleinen nicht zu überfordern. Ausserdem sind sie auf Mundart – das können die Bühnen jenseits der Grenze nicht bieten.“ Eine Familienpauschale für zwei Erwachsene mit bis zu vier Kindern soll das Theatervergnügen für alle erschwinglich machen.
Ein Grusel-Klassiker
Mit einem weltberühmten Klassiker bietet die kleine Bühne noch einen cineastischen Genuss: Das Wanderkino präsentiert am 10. April „Nosferatu – eine Symphonie des Grauens“. „Fast jeder kennt den Film aus dem Jahr 1922 dem Namen nach, wirklich gesehen haben ihn aber nur wenige“, sagt Simon Hungerbühler. Die nostalgische Filmvorführung soll die Bildungslücke mit angenehmem Grusel schliessen. „Die Wirkung des Films wird noch verstärkt durch passende Düfte und durch Klang- und Geräusch-Bilder“, so Hungerbühler weiter. „Es werden also Augen, Ohren und Nase angesprochen.“ (PD)
Das komplette Programm der 2. Saisonhälfte ist in unserer AGENDA zu finden. TIPP: im Suchfeld Theater an der Grenze eingeben - alle Veranstaltungen erscheinen auf einen Klick.
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