Winterkonzert des Stadtorchesters Frauenfeld

Das Stadtorchester Frauenfeld eröffnet die Winterkonzerte mit Beethovens Ouvertüre zu Goethes Trauerspiel Egmont, einem musikalischen Drama, das von Unterdrückung und Befreiung erzählt. Ein schwer lastendes Motiv zeichnet die spanische Herrschaft, bevor nach Egmonts Tod der triumphale Klang der Freiheit aufbricht. Die 1809 entstandene Ouvertüre wurde 1956 sogar zur inoffiziellen Hymne des ungarischen Volksaufstands.
Es folgt Schuberts «Tragische» Sinfonie Nr. 4 in c-Moll. Der 19-jährige Komponist verbindet darin klassische Form mit einer unverwechselbaren, leidenschaftlichen Tonsprache. Einen reizvollen Kontrast bietet Mélanie «Mel» Bonis’ Suite en forme de valses: elegante, farbenreiche Musik einer lange unterschätzten französischen Komponistin, deren Werk heute wiederentdeckt wird.
Den Abschluss bildet Leó Weiners Serenade für kleines Orchester. Das jugendlich sprühende Werk des ungarischen Komponisten begeistert mit Einfallsreichtum, Elan und Reminiszenzen an die Volksmusik seiner Heimat. Ein vielseitiges Programm, das musikalische Tradition, persönliche Schicksale und den unvergänglichen Wunsch nach Freiheit miteinander verbindet.
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