Vernissage «Simone Kappeler – nature vivante»

Wer in Eile ist, sieht meistens über sie hinweg: die Gräser, wilden Blüten und «Summervögel» am Wegrand. Die Fotografin Simone Kappeler (*1952 in Frauenfeld) hingegen hält genau hier inne. Sie bannt den berückend schönen, aber unwiederbringlich vergehenden Moment auf Film und Papier. Was wir sehen, sind vertraute Augenblicke, die in dieser Einzelausstellung zu einer berührenden Hommage an die vergängliche Magie unserer Welt werden.
Der Ausstellungstitel «nature vivante» – lebendige Natur – greift die Tradition der «nature morte», des Stilllebens, auf. Während das klassische Stillleben arrangierte, scheinbar unbewegte oder vergängliche Objekte zeigt, steht bei Kappeler das Leben im Zentrum, das stets auf Erneuerung drängt. Seit über einem halben Jahrhundert experimentiert die Künstlerin mit analogen Apparaten und verschiedenen fotografischen Techniken.
Ihre Cyanotypien, Polaroids, Röntgen- und Infrarotaufnahmen zeigen die Welt in ihrer filigranen Flüchtigkeit, poetisch, ins Überzeitliche entrückt. Eingefangen auf ausgedehnten Wanderungen, lassen die Werkgruppen den Mikrokosmos der heimischen Wiesen und Waldränder sichtbar werden. Gleichzeitig führt uns Kappeler vor Augen, wie schützenswert diese bedrohten Lebensräume sind – und dass ihr Fortbestehen auch von unserer Achtsamkeit abhängt.
An der Vernissage kann das Künstlerinnenbuch «Handwurz und Zittergras» erworben werden.
Begrüssung und Einführungen ab 11:45 Uhr
Nach einer Begrüssung von Stefanie Hoch, stellvertretende Direktorin, folgen eine Einführung und ein Gespräch mit Simone Kappeler und Florian Hürlimann, Kurator.
Termine
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Vorverkauf / Reservation
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Preise / Kosten
Eintritt frei.
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