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Sophia oder das Ende der Humanisten

Moritz Rinkes Dystopie zeigt, wie eine KI-Frau sich selbst programmiert und die Existenz ihrer Schöpfer bedroht.

Schauspiel von Moritz Rinke
Euro-Studio Landgraf

Wolfgang Bergmann, Professor für Alte Geschichte, begreift sich als Hüter des Abendlandes. Von seiner Universität wurde er jedoch vorzeitig in den Ruhestand geschickt, und obendrein hat ihn seine Frau wegen seiner «Rückständigkeit» verlassen. Also macht sich Wolfgang nun trotzig daran, alle zu überholen und der Zukunft voraus zu sein: Mit Sophia hat er sich einen Androiden angeschafft, eine KI in makellos schöner Menschengestalt, endlich die perfekte Frau, die ihn umsorgt und intellektuell fordert.

Seine Tochter Helena, eine Psychologin, die Wolfgang zu seinem 60. Geburtstag besucht, ist entsetzt: Lebt ihr Vater jetzt etwa mit einem Sexroboter zusammen? Helenas Freund hingegen, der Informatiker Jonas, ist von Sophia völlig fasziniert. Aber dann ändert er ihre Systemeinstellungen, und plötzlich beginnt Sophia, sich selbst zu programmieren, gerät ausser Kontrolle und bedroht die Existenz ihrer Schöpfer.

In seiner heiteren Dystopie verhandelt Moritz Rinke die Logik der «Intelligenzexplosion»: Wird die erste ultraintelligente Maschine die letzte Erfindung des Menschen sein? Können Maschinen am Ende gar die besseren Menschen werden, weil sie klüger und umsichtiger sind als wir? «Sophia oder Das Ende der Humanisten» ist weniger eine Kritik an technischer Innovation als an unserem unbedachten Umgang mit ihr und unserem selbstverschuldeten Unglück, das bei Rinke immer auch ins Komische kippt.

Inklusive Einführungsreferat im Hotel Blumenstein, Oberstadtstrasse 4, 8500 Frauenfeld um 18:45 Uhr 

Termine

Freitag, 09.04.2027

Türöffnung / -schliessung: 19:00 / 19:30

Veranstaltungsort

Casino Frauenfeld
Bahnhofplatz 76b
8500 Frauenfeld
www.frauenfeld.ch

Barrierefreiheit Veranstaltungsort

Der Saal ist barrierefrei.

www.ginto.guide

Vorverkauf / Reservation

www.theater-frauenfeld.ch
eventfrog.ch

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