Julia von Lucadou

Zum Buch
Nichts überlässt Jot, Mitte fünfzig, dem Zufall. Seine ganze Existenz ist auf Planung und Kontrolle ausgerichtet – bei einer Firma, die Bunker an Superreiche verkauft, hat er den idealen Job gefunden und natürlich auch privat für den Notfall vorgesorgt. Doch dann stösst er bei seiner Laufroutine auf einen Toten und sein sorgfältig errichtetes Absicherungssystem beginnt zu bröckeln. Das Bild des halbentblössten Körpers lässt ihn nicht mehr los. Doch warum spricht die Polizei von Selbstmord?
Zutiefst verunsichert muss Jot erkennen, dass seine Wahrnehmung und Erinnerung ausser Kontrolle geraten sind und es Antworten nur geben kann, wenn er es wagt, in die versiegelten Schächte seiner Vergangenheit zu steigen. Ein hochaktueller Roman über Ängste und Verunsicherung in unserer krisengeschüttelten Gegenwart und die gefährliche Macht der Verdrängung. Ein soghafter Roman über das Entgleiten eines Lebens von grosser erzählerischer Intensität: Julia von Lucadou schreibt von den Abgründen der Verdrängung – über Angst, Verunsicherung, Trauma und Schutzbedürfnis.
Zur Autorin
Julia von Lucadou ist Filmwissenschaftlerin. Sie arbeitete als Regieassistentin, Redakteurin beim Fernsehen und als Simulationspatientin; sie lebt in Köln. Ihr erster Roman Die Hochhausspringerin (2018) stand auf der Shortlist für den «Schweizer Buchpreis» und wurde mit dem «Schweizer Literaturpreis» ausgezeichnet. 2022 erschien der hochgelobte Roman Tick Tack.
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