States of a Sigh

In der Ästhetik der französischen Barockmusik war die Intimität eine wichtige Kategorie. Im Gegensatz zu ihren italienischen Kollegen setzten die französischen Komponisten eher auf das Andeuten als auf die offene Zurschaustellung von Emotionen. Die Musikinstrumente wurden als Fortführungen der menschlichen Stimme, als sensible Erweiterungen des Körpers und der Seele verstanden. Brezza erkundet diese ästhetische Setzung durch das Muszieren von Werken aus der Feder von Michel Blavet, Michel de la Barre, Jaques-Martin Hotteterre, Jean-Marie Leclair, Marin Marais, Jean-Baptiste Quentin, Monsieur de Sainte-Colombe und Robert de Visée. Das Programm entfaltet sich in drei Abteilungen: zuerst das Erwachen der Sinne und Empfindungen, dann das Hereinbrechen der Melancholie und schließlich die Überwindung derselben.
Brezza musiziert diesmal in Triobesetzung, zum Flötisten Pablo Gigosos und zur Gambistin Marina Cabello del Castillo gesellt sich dieses Mal die aus Luzern stammende Barockharfenistin Vera Schnider hinzu.
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