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Brigitte Lustenberger. A Gaze of One’s Own

Brigitte Lustenberger I can hear the deep rasp of your laughter, 2023 Archival pigment print © Brigitte Lustenberger / 2026, ProLitteris, Zurich
Im Kabinett des Museum Franz Gertsch zeigt die Schweizer Künstlerin Brigitte Lustenberger auf analogen und digitalen fotografischen Verfahren basierende Arbeiten im Zusammenspiel mit Installatioinen.

In ihrer künstlerischen Praxis setzt sich Brigitte Lustenberger intensiv mit dem Medium der Fotografie auseinander – insbesondere mit dessen inhärenter Verbindung zu Themen wie Vergänglichkeit, Erinnerung und der Fragilität des Lebens. Ein weiterer zentraler Aspekt ihres Schaffens ist der kritische Blick auf die Darstellung des weiblichen Körpers in der Fotografie und die damit verbundenen Fragen des Sehens und Gesehenwerdens („Gaze“). Ihre Arbeit bewegt sich im Spannungsfeld von Handwerk, Kunst und Wissenschaft. Lustenberger verbindet in ihren Werken häufig analoge mit digitalen fotografischen Verfahren. 

In der Ausstellung bringt Brigitte Lustenberger zwei Werkgruppen zusammen, die Vergänglichkeit und Verletzlichkeit thematisieren – „A Gaze of One's Own“ und „An Apparition of Memory“. In „A Gaze of One's Own“ steht der weibliche Körper im Zentrum, dessen Darstellung und Sichtbarkeit sie aus einer persönlichen und zugleich kritisch reflektierenden Perspektive untersucht. Mit „An Apparition of Memory“ entwickelte die Künstlerin ein experimentelles fotografisches Verfahren, bei dem verwelkte Blüten zu Trägern einer poetischen Bildsprache werden und sich in fragile Photogramme verwandeln. Beide Werkgruppen treten in einen vielschichtigen Dialog mit kunsthistorischen Bezügen über Wahrnehmung, Zeit und Erinnerung.

Lustenberger arbeitet mit eigenen fotografischen Prozessen, fragmentiert und dekonstruiert Bilder und setzt sie neu zusammen, um ihren eigenen Blick herauszufordern. Das Thema der Vergänglichkeit und des Alters fliesst auch in die Materialität ihrer Arbeiten ein. Die Künstlerin zeigt Bilder an der Wand aber auch Installationen im Raum. Oft verbindet sie analoge und digitale Fotografie. So treffen alte Techniken auf neue – zwei Zeitalter des fotografischen Bildes begegnen sich. In ihrem Zusammenspiel entsteht, was die Arbeit Lustenbergers im Innersten prägt: der suchende, fragende fotografische Blick. 

Die Ausstellung wurde kuratiert von Anna Wesle in Zusammenarbeit mit der Künstlerin.

Termine

Freitag, 12.06.2026

Vernissage

Veranstaltungsort

Museum Franz Gertsch
Platanenstrasse 3
3400 Burgdorf
www.museum-franzgertsch.ch

Barrierefreiheit Veranstaltungsort

www.museum-franzgertsch.ch

Öffnungszeiten

Di – So 10 – 17 Uhr
Mo geschlossen

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  • Kunst

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  • Ausstellung
  • Installation
  • Fotografie

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